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Friedrichstadt wird attraktiver : Ferienhäuser am Neuen Hafen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Neben dem Wohnmobilstellplatz in Friedrichstadt ist ein zweiter touristischer Magnet geplant. Auf dem Halbmondgelände sollen 21 Ferienhäuser und ein Multifunktionsgebäude mit Badminton- und Tischtennisplätzen entstehen.

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erstellt am 16.Sep.2015 | 07:00 Uhr

Diskussionen gab es, auch wenn sich im Prinzip alle Mitglieder des Ausschusses für Bau, Planung und Denkmalpflege der Stadt Friedrichstadt letztendlich einig waren. Durch die Bank wurden die Pläne für die Umgestaltung des Halbmondes begrüßt. Friedrichstadt dürfte davon profitieren, denn attraktive Angebote locken Touristen in die Stadt. Bestes Beispiel dafür ist der erst vor einem Jahr eingeweihte Wohnmobilstellplatz auf dem Gelände, neben dem nun unter anderem 21 Ferienhäuser vorgesehen sind. „Das hätte ich nie gedacht, dass der Platz so gut angenommen wird“, sagte dazu Bürgermeister Eggert Vogt. Und der Erfolg des Platzes dürfte eine gewisse Rolle bei der Zustimmung für sie Halbmond-Pläne gespielt haben.

Überplant werden soll das Gebiet entlang des Neuen Hafens und an der Einfahrt zum Alten Hafen. Dort sehen die Pläne einiger noch nicht genannter Investoren vor, gemeinsam mit der Reederei Schröder 21 Ferienhäuser zu errichten. Doch damit nicht genug, vorgesehen ist auch ein Multifunktionshaus mit einer Badmintonhalle, zwei großen Tischtennisräumen und Platz für große Trampoline. Hinzu kommen noch sanitäre Anlagen sowie Werkstatt- und Lagerräume. Auch der Uferstreifen entlang des Neuen Hafens soll attraktiver gestaltet werden. Vorgesehen sind Anleger und mehrere Hütten auf einem im Wasser stehenden Holzrondell. Damit die dem Gremium vorgelegten Planungen nun konkret werden können, musste der Ausschuss einen Aufstellungsbeschluss für die dritte Änderung des Bebauungsplanes Nr. 9 treffen. „Die Stadt steht der Sache sehr positiv gegenüber, allerdings sind am Genehmigungsverfahren mehrere Behörden beteiligt“, sagt Eggert Vogt. So gehört beispielsweise der Neue Hafen dem Land, während der Halbmond auf städtischem Gebiet, aber in Privatbesitz ist. Mit einer Umsetzung der Pläne, die nach dem generellen Ja des Ausschusses nun konkretisiert werden müssen, rechnet der Bürgermeister daher frühestens im Jahr 2017. Denn ein großes Problem sieht er in den Emissionsschutz-Bestimmungen. Auf der anderen Seite des Neuen Hafens, nur rund 100 Meter neben den Ferienhäusern, stehen nämlich die Getreidesilos.

Die Sorgen einiger Ausschussmitglieder, dass in dem großen Multifunktionsgebäude womöglich auch eine Wartung von Wasserfahrzeugen der Reederei vorgenommen werden könnten, wurden zerstreut. Die Ferienhäuser sollen ja vermietet werden – und welcher Urlaubsgast möchte schon einen lauten Werftbetrieb direkt neben dem Schlafzimmer haben.

Auch ein zweites Projekt, das Touristen in die Stadt locken soll, wurde von dem Gremium durchgewunken. Es fällt ebenfalls in den Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 9. Dabei handelt es sich um den Campingplatz zwischen der B 202 und der Eider. Bislang war dort lediglich eine Bebauung von maximal 100 Quadratmeter Größe erlaubt. Nun hieß der Ausschuss die Pläne des Eigners gut, dort ein modernes Multifunktionsgebäude von 300 Quadratmeter Größe zu errichten. Ziel ist es unter anderem, damit den Campingplatz in einen Vier-Sterne-Platz aufzurüsten.

Um diese Ziel zu erreichen, sind auch noch einige weitere Änderungen vorgesehen. So soll es einige so genannte Campinghütten geben, die besonders bei skandinavischen Gästen sehr beliebt sind . Hinzu kommen auch einige Wohnmobilstellplätze, denn nicht alle Urlauber, die mit ihren fahrenden Heimen unterwegs sind, wollen dort stehen, wo ausschließlich Wohnmobile abgestellt werden.

Die Realisierung der Baumaßnahmen auf dem Campingplatz sieht Vogt schneller vollzogen, als den Bau der Ferienhäuser. Denn auf dem Campingplatz stehe bereits ein 100 Quadratmeter großes Gebäude und auf dem Gelände werde bereits seit Jahren ein Campingplatz betrieben.

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