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Intensivtraining für die Jugendwehr : Fast pausenlos im Einsatz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Brände, Unfälle und eine Personensuche – all das hatte die Jugendwehr Schwabstedt bei ihren Übungstagen zu bewältigen. Selbst nachts wurden die 24 Jungen und Mädchen alarmiert. Aber auch Unterricht in Erster Hilfe stand auf dem Programm.

Da war ganz schön was los in den vergangenen Tagen im Kirchspiel Schwabstedt: So oft wie noch niemals zuvor rückten Einsatzfahrzeuge aus, durchzuckte Blaulicht nächtens die Dunkelheit, piepsten Funkgeräte und tauchten starke Scheinwerfer die Einsatzorte in helles Licht. Des Rätsels Lösung lautete „Berufsfeuerwehrtage“. Die 13 Mädchen und elf Jungen der Jugendwehr Schwabstedt trainierten den Ernstfall. Ihre acht Betreuer und Jugendfeuerwehrwart Thomas Mindermann hatten ein umfangreiches Programm vorbereitet. Es ging Schlag auf Schlag. Die Jugendlichen lebten an diesen Tagen im Feuerwehrhaus.

Den Sinn und Zweck umschreibt Mindermann so: „Wir möchten dem Nachwuchs für einige Tage das Gefühl einer Berufsfeuerwehr vermitteln.“ Die Gruppe ist gefordert. Sie hat sich gerade zum Schlafen hingelegt, da ruft die Rettungsleitstelle zum ersten Einsatz: „Brand im Treenehaus“. Ein Fehlalarm, wie sich herausstellt. Also alle zurück ins Feuerwehrhaus. Der nächste Einsatz dann um 1.15 Uhr: Ein älterer Herr vermisst seine Ehefrau. Die Suche führt in den großen Lehmsieker Forst. Drei Teams durchstreifen den dunklen Wald – und finden die vermisste Frau. Freude darüber – und anschließendes „Murren“, denn sie müssen zu Fuß durch den Wald zur Einsatzleitung zurücklaufen. Am Morgen folgt ein Erste-Hilfe-Training unter Leitung von Rettungsassistent Timon Kaeschner. Dann steht bereits die Koldenbütteler Wehr vor der Tür und demonstriert die Rettung Verletzter aus einem verunfallten Auto.

Der nächste Alarm an diesem Vormittag lässt nicht lange auf sich warten: Im Ramstedter Gemeindehaus brennt es. Erneut muss der gesamte Löschzug dann in den Lehmsieker Forst ausrücken, dort steht eine Holzhütte in Flammen. Problematisch: Es fehlt ein Hydrant. Außerdem müssen die Jungfeuerwehrleute noch eine lange Ölspur mitten im Zentrum von Schwabstedt abstreuen und beseitigen – „die bestand aber nur aus dicker Bratensoße“, verrät Mindermann. Ein weiterer Großeinsatz vor viel Publikum dann am Abend. Das Szenario: Beim Renovieren hat sich eine junge Frau in einem leerstehenden Haus schwer verletzt und liegt bewusstlos hinter verschlossenen Türen. Über Leitern gelangen die Helfer ins Gebäude. Die Erstversorgung erfolgt unter Anleitung der Berufsretter. Schonend wird die „Schwerverletzte“ danach von sechs Mädchen in den Rettungswagen transportiert. Und es geht gleich weiter: Auf dem Breetjeberg lodert ein großes Feuer, dass die Betreuer fachkundig gelegt hatten. Selbst beim abschließenden Essen am letzten Tag kommen die Jungen und Mädchen nicht zur Ruhe: In Hollbüllhuus hat sich ein Tier auf einen hohen Baum verirrt und muss von dort gerettet werden.

Jugendwehr und Eltern danken dem Betreuerteam mit Torben Hansen, Gesa Feddersen, Steffen Thomsen, Sven Hansen, Timon Kaeschner, Kai Jenß, Udo Thiesen, Kai-Uwe Riemke, Florian Haberkorn, Gerrit Eckhardt und Volker Petersen. „Natürlich war es anstrengend – aber es hat auch wahnsinnig viel Spaß bereitet“, fasst Jugendwart Mindermann zusammen. Die Forderung der jungen Teilnehmer lautet einstimmig: „Das muss unbedingt wiederholt werden.“

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