Karneval in Mildstedt und Rosendahl : Faschingsstimmung am Siedepunkt

Kräftig Karneval feiern – das können auch die Mildstedter und ihre Gäste.
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Kräftig Karneval feiern – das können auch die Mildstedter und ihre Gäste.

Der 40. Karneval in MiRo lockt Feierwütige aus ganz Norddeutschland nach Mildstedt.

shz.de von
12. Februar 2018, 07:00 Uhr

Mildstedt | Da gab es wahrlich kein Halten mehr, da wurde einfach alles geboten: Zum nunmehr 40. Mal fand am vergangenen Wochenende die weit in der Region bekannte Großveranstaltung „Karneval in MiRo“ (in Mildstedt-Rosendahl) statt. Die Besucher nahmen dabei erneut Anfahrtswege aus ganz Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen in Kauf.

Organisationsleiter Alfred Wittern und sein Team hatten wieder alles bestens vorbereitet: Die Mildauhalle war angesichts der fantastischen Deko nicht wiederzuerkennen – und für Top-Stimmung war N-Joy-Topmoderator und DJ Chris Reger angeheuert. Samt mehrköpfiger Crew präsentierte er eine Mega-Sound- und Light-Show. Engel und Teufel genossen die Partyatmosphäre – in bester Gesellschaft von Cheerleaderinnen, Hexen, Clowns, Dominas, Minions, Elfen, Feen, allerlei Bösewichten und einer 13-köpfigen Gruppe von Flamingos. Und die Polizei? Ja, selbst einige ihrer Beamten amüsierten sich in toller Verkleidung im Party-Volk. Und „gezaubert“ und „verzaubert“ wurde natürlich auch: Nicht nur von verkleideten „Zauberlehrlingen“, sondern besonders von einigen Mannslüüd, die sich mit viel Fantasie ins andere Geschlecht verwandelt hatten. Denn gelegentlich war schon genaueres Hinsehen gefordert: In so manchem Satinkleid mit ausstaffierter Oberweite verbarg sich am Ende ein perückenverzierter und kunstvoll geschminkter Mann. Die Damen waren erneut weitaus in der Überzahl, traten selbstbewusst auf – zum Teil sogar im maskulinen Outfit. Gassenhauer und Dauerhits, die auch nach Jahrzehnten nichts an Attraktivität eingebüßt hatten, brachten die Halle nahezu zum Überkochen.

Organisationsleiter Alfred Wittern verfiel in ein geradezu überschwängliches Lob: „Es ist hier absolut superfantastisch? Ich habe mich auch diesmal wieder auf ein erstklassiges Helferteam verlassen können. Aufgefallen ist mir, dass sehr viele verkleidete Teams teilgenommen haben – und dass die Stimmung von Anfang an auf dem Siedepunkt war. Das zeigt mir, dass diese Großveranstaltung landauf, landab erstklassig ankommt. Wir hätten locker noch ein paar hundert Teilnehmer mehr aufnehmen können, aber leider haben wir strenge Auflagen zu erfüllen, die auch absolut eingehalten werden.“

Für Alfred Wittern war auch ein bisschen Wehmut dabei, denn für ihn war diese 40. Veranstaltung zugleich seine letzte in Führungsposition, fortan werden Jenny Scholz und Andre Hansen übernehmen. Dabeibleiben wird eine bewährte Helfercrew. Und auch die Mildstedter Feuerwehr wird weiterhin durchgehend präsent sein, um den Brandschutz sicherzustellen. Diesmal hielten Wehrführer Holger Funk, Birte Jessen, Tobias Reinhold und Frank Christiansen bis in die Morgenstunden durch – von Einsätzen blieb das Superevent wie in sämtlichen Vorjahren verschont. Gut angekommen ist im Übrigen auch die neue Securitygruppe aus dem Nachbarkreis Dithmarschen, die sich zuvorkommend und unauffällig am Eingang und mitten unterm Party-Volk präsentierte.

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