Viöl : Farbanstrich für Telekom-Bau abgelehnt

Die Außenfassade könnte gut eine Reinigung gebrauchen.
Die Außenfassade könnte gut eine Reinigung gebrauchen.

Viölern ist unschönes Aussehen des Technik-Gebäudes im Westerende ein Dorn im Auge.

shz.de von
19. Juli 2018, 17:00 Uhr

Wer am Kreisverkehr an der B 200 in Richtung Viöler Mitte abbiegt, kommt gleich zu Beginn an einem Betonbau vorbei, dessen Außenfassade wahrlich keine Visitenkarte mehr darstellt. Dort, auf dem Grundstück Westerende 58a, befinden sich die technischen Versorgungsanlagen für das Fernmeldewesen der Telekom in Viöl.

Als Bürgermeister Heinrich Jensen kürzlich bei der Bauabnahme einiger neu erstellter Technikgehäuse dabei war, mit denen die Telekom in Viöl das sogenannte Vectoring zur Erhöhung der Datenleistung realisieren will, sprach er die Mitarbeiter vor Ort auf das unschöne Aussehen des Telekom-Gebäudes an. Denn nicht nur ihn selbst wurmt das verwahrloste Aussehen: „In letzter Zeit haben mich schon viele Bürger darauf angesprochen und gefragt, ob man da nicht mal was machen kann“, so Heinrich Jensen.

Die Mitarbeiter sagten ihm, dass das Gebäude zwar der Telekom gehört, aber von der Strabag verwaltet wird. Also wandte der Bürgermeister sich dorthin, mit der freundlichen Bitte, den Eigentümer über die Sachlage zu informieren, damit dieser für Abhilfe sorgen kann. Da es in diesem Fall lediglich um ein paar Eimer Farbe und nicht um weltbewegende Summe geht, war der Bürgermeister eigentlich ganz guter Hoffnung, den Fall bald als erledigt zu den Akten legen zu können.

Doch die Antwort der Strabag wenige Tage später war ernüchternd: „Auf Ihre Nachfrage erhielten wir diese Rückmeldung vom Objektbetreuer: Der Genehmigungsantrag zur Reinigung der Außenfassade wurde vom Eigentümer abgelehnt. Ohne diese Kostenfreigabe können wir leider nicht tätig werden.“

„Bei der Telekom jemand zu erreichen, der diesbezüglich kompetent Auskunft geben kann, ist schier unmöglich“, sagt Jensen, und auch die Bitte um Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung blieb bis heute unbeantwortet. „Vielleicht liest das ja jemand der Verantwortlichen in der Zeitung“, hofft nun der Bürgermeister.

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