Dorf unter Schock : Familiendrama erschüttert Ockholm

Den ganzen Tag suchten Ermittler in dem ehemaligen Bauernhof nach verwertbaren Spuren.
Den ganzen Tag suchten Ermittler in dem ehemaligen Bauernhof nach verwertbaren Spuren.

Ein 73-jähriger Rentner tötete sehr brutal seine Ehefrau. Der eigene Sohn rief die Polizei zum Tatort. Die Obduktion ergab, dass die 66-Jährige verblutet ist. Der Renter kam in eine psychiatrische Anstalt, nicht in Untersuchungshaft.

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04. März 2014, 07:00 Uhr

Die Familientragödie vom vergangenen Freitag beschäftigt die gut 300 Einwohner von Ockholm noch immer. Vormittags hatte ein 73-jähriger Rentner seine 66-jährige Ehefrau getötet. Doch viele Fragen bleiben unbeantwortet, so auch die nach dem Motiv des Mannes, der zwar als Eigenbrötler mit wenig Kontakt zum Dorf galt, aber trotzdem Mitglied im örtlichen Schützenverein war. Über das Tatmotiv kann auch die Flensburger Staatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt keine Auskunft geben, die Ermittler tappen noch völlig im Dunkeln.

Ein furchtbares Bild bot sich den Beamten der Polizeistation Bredstedt, die um 9.30 Uhr von einem Sohn des Ehepaares alarmiert worden war. Dieser soll um Hilfe gerufen haben, da sein Vater seine Mutter nach einem Streit töten wollte. Das Telefonat eines der Söhne um 9.30 Uhr bestätigte die Staatsanwältin, wollte über den Inhalt aber keinen Kommentar abgeben.

Brutalst muss der gebürtige Ockholmer und psychisch kranke Mann auf seine Frau losgegangen sein. Denn die Flensburger Staatswanwältin teilte als Todesursache Verbluten mit. Das hat die Obduktion ergeben. Mit einem so genannten Not-Zugriff durch die Bredstedter Beamten wurde der ehemalige Landwirt im Wohnhaus, nur wenige Meter vor dem Ortseingang, festgenommen. Abends sollte er dem Haftrichter vorgestellt werden, wie Ulrike Stahlmann-Liebelt mitteilte, doch sei er, da nicht vernehmungsfähig, in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden. Nun müsse erst einmal ein Gutachter den Geisteszustand feststellen, erst dann könne auch mit der Motivsuche begonnen werden.

Geschockt ist Ockholm, denn das Opfer war als Mitglied des örtlichen Frauenkreises im ganzen Dorf bekannt. Dieser kümmerte sich unter anderem auch um ältere Mitbürger. Mitglied war die 66-Jährige auch im örtlichen Schützenverein. Ende dieses Jahres hätte das Ehepaar das Fest der goldenen Hochzeit gefeiert.

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