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Hilferuf aus Nordfriesland : Familie in Not: Nach Feuer obdachlos

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Viele Schicksalsschläge muss Familie Maas aus Kirchspiel Garding bereits verkraften. Nun sind die schwerkranke Mutter und ihr Sohn nach dem Brand ihrer Wohnung ohne Heim. Tochter Lena Maas bittet um Unterstützung.

Wie viel Leid erträgt ein Mensch? Diese Frage kommt unweigerlich auf, wenn man einen kleinen Einblick in die Lebensgeschichte von Familie Maas bekommt. Jüngste Nachricht: Das Mehrfamilienhaus, in dem Mutter Susanne Maas (51) mit ihrem Sohn Felix (11) in Kirchspiel Garding wohnte, ist in der Nacht zu Donnerstag (14.) durch einen Brand komplett zerstört worden (wir berichteten), immerhin ist keinem der beiden oder anderen Bewohnern etwas passiert. Susanne Maas lag im Krankenhaus und befindet sich immer noch dort. „Bei ihr wurde ein Nierentumor festgestellt. Ob gut- oder bösartig steht noch nicht fest“, erzählt ihr Ehemann, Thomas Maas.

Der 62-Jährige sitzt im Rollstuhl, atmet durch Schläuche. Seine Diagnose: COPD, eine Lungenkrankheit. Thomas Maas, der nur noch einen Lungenflügel hat, lebt in Rantrum in einer behindertengerechten Wohnung, die stark an ein Chemie-Versuchslabor erinnert. Schläuche hängen von der Decke, in einer Flasche brodelt es. Lebensnotwendige Details für ihn, wie Tochter Lena (24) erklärt. Sie wohnt in Hamburg und verbringt ihren Urlaub beim Vater, weil die Mutter im Krankenhaus liegt. Ihre Eltern sind verheiratet, leben zwar getrennt, sehen sich aber öfter. Felix befand sich in der Unglücksnacht bei seinem Vater und ist derzeit bei Freunden in der Storm-Stadt untergebracht. „Solange noch Sommerferien sind, kann er dort bleiben“, so die Tochter.

Doch was kommt dann? Wo soll die Mutter hin, wenn sie aus dem Krankenhaus kommt? Und was ist mit deren Bruder, der übergangsweise ebenfalls in der Wohnung in Kirchspiel Garding wohnte. „Wir brauchen dringend eine Bleibe, außerdem Kleidung und Haushaltsgegenstände. Sie haben nichts mehr, außer dem Inhalt ihrer kleinen Reisetaschen“, macht Lena Maas deutlich. Beim Vater können sie nicht unterkommen. Die Wohnung ist zu klein und außerdem hat es einen Grund, warum die Eheleute nicht zusammen leben. Um den zu erklären, blickt Thomas Maas in die Vergangenheit zurück. Er war Geschäftsführer in Hamburg, verdiente „gutes Geld“. Die Familie wohnte in Tetenbüll auf einem Resthof. Als die Vermieter starben, meldeten die Erben Eigenbedarf an. „Uns wurde gekündigt. Zwei Hunde, zwei Pferde, zwei Katzen, drei Kinder und wir brauchten dringend eine neue Bleibe. Zur Miete fanden wir nichts, deshalb kauften wir uns ein Haus in Osterhever“, erzählt der 62-Jährige. Kurz darauf wurde er krank, dann arbeitslos und landete letztendlich bei Hartz IV. Zwei der Kinder zog es wegen der Arbeit nach Hamburg. „Die Hütte wuchs uns alleine über den Kopf, und wir mussten uns auf Drängen des Sozialamtes etwas anderes suchen“, erzählt er.

2012 verkauften sie das Haus, konnten aber noch bis Mitte 2013 darin wohnen bleiben. Sie suchten eine behindertengerechte Wohnung, fanden aber nichts für alle drei und fällten eine Entscheidung. „Bevor wir auf der Straße stehen, trennen wir uns. Meine Frau zog mit Felix nach Kirchspiel Garding, und ich fand die Wohnung in Rantrum.“ Für alle Beteiligten eine gute Lösung, wie auch Tochter Lena meint. „Gerade für Felix ist es gut. So bekommt er nicht tagtäglich mit, wenn Papa Erstickungsanfälle und Panikattacken hat.“

Lena Maas muss nächste Woche wieder in Hamburg sein, die Ausbildung zur Marktleiterin in einem Lebensmittelkonzern ruft. Woher nimmt sie die Kraft für alles, was ihre Familie betrifft? „Das Leben geht ja immer weiter. Ich schöpfe Kraft gerade aus meiner Familie, meinem Freund und liebe meine Arbeit“, sagt sie. Außerdem ist sie waschechte Nordfriesin, hat ein dementsprechendes „dickes Fell“, und ihre Mutter hat sie schon in frühen Jahren „Eiderstedter Wattstamper“ genannt.

Wer der Familie helfen möchte, meldet sich bei Lena Maas unter der Internetadresse lena.cristin@gmx.net oder bei ihrem Vater (Telefon 04848/2073090). Die Kleidergröße von Susanne Maas ist 36/38, Schuhgröße 40/41. Felix hat Kleidergröße 167-174 und Schuhgröße 40/41. „Es wäre toll, wenn jemand eine Zwei-Zimmer-Wohnung für die beiden hat. Wir freuen uns über jede Hilfe“, sagt die Tochter.

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