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Husumer Nachrichten

17. Oktober 2017 | 06:10 Uhr

Hilfe für andere : Familie gibt Spende weiter

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nach Hauke Heuers Tod verschenken Angehörige das Spendengeld an den TSV Hattstedt, eine Klinik und die Kirche. 4000 Euro kommen so anderen Menschen in Not zugute.

Der Schmerz über den Verlust des Hattstedters Hauke Heuer sitzt bei den Angehörigen, Freuden und Bekannten nach seinem Tod tief. Der 23-Jährige wurde am 9. Mai 2013 bei einem unverschuldeten Motorradunfall schwer verletzt. Nach einer Zeit des Bangens und Hoffens für Familie und Freunde hörte nach langen Klinikaufenthalten am 5. Juni 2014 sein Herz für immer auf zu schlagen.

Nun fand im Sportpark des TSV Hattstedt eine Zusammenkunft statt. In der kleinen Runde war ein Großteil der Zuhörer den Tränen nah, als Vater Jens-Peter Heuer mit seinen Töchtern Gönke und Kathrin noch einmal zurückblickte. Es wurde deutlich, wie viel Leid, Sorgen und Belastungen, auch finanzielle, auf den Schultern der Angehörigen lagen. Viele Hattstedter und Menschen aus der Region kannten den lebensfrohen, sympathischen jungen Mann, der auch mit der Freesland-Bühne in Hattstedt auftrat und mit Elan seine Rollen spielte. „Hauke hat es nicht mehr geschafft. Wir möchten jetzt den Menschen aus dem Dorf und der Umgebung Danke sagen. Auch die Spendengelder möchten wir zurückgeben. Sie wurden ja nicht mehr benötigt und sollen der Allgemeinheit wieder zugute kommen“, fasste Jens-Peter Heuer im Namen seiner Familie mit bewegter Stimme zusammen.

4000 Euro waren im Spendentopf für Hauke. Für den Chef des TSV Hattstedt, Thorsten Schulze, war es keine Frage gewesen, helfend einzugreifen. Zusammen mit Jens „Fitsch“ Iwersen von der Bredstedter Agentur „Gofi“ organisierte er im November des vergangenen Jahres eine Benefizgala mit Künstlern wie Manfred Degen und der A-Capella-Gruppe „LaLeLu“ in der Hattstedter Sporthalle. Die Erlöse kamen TSV-Mitglied Hauke Heuer für Pflegemaßnahmen, dem ebenfalls schwer verunglückten Fußballtrainer des TSV, Kay Eckmann, sowie der bei einem Verkehrsunfall schwer verletzten Carlotta Breitel aus Lindewitt (Schleswig-Flensburg (wir berichteten) zugute.

4000 Euro waren es für Hauke Heuer und diese Summe will die Familie zurückgeben. Dabei sollen 2000 Euro dem TSV Hattstedt zufließen. Auch weil der Lebensgefährte von Tochter Kathrin Heuer Spieler im Verein aktiv ist. Das Geld soll für die Leichtathleten verwendet werden, speziell für die Installation eines Ringes für die Kugelstoßanlage, erklärt der zweite Vorsitzende und Spartenleiter der Leichtathletik, Matthias Hansen. „Wir sind sehr dankbar“, sagt Vereins-Chef Thorsten Schulze.

Weitere 500 Euro will die Familie der Helios-Fachklinik in Schleswig stiften. Dort war Hauke liebevoll im Rahmen einer Reha-Maßnahme betreut worden. 1000 Euro gehen an den Peter-Pan-Förderverein für die Patienten der Helios- Kliniken. Der Förderverein unterstützt Patienten und Angehörige durch die Schaffung optimaler medizinischer und sozialer Rahmenbedingungen, Versorgung und Betreuung, Bereitstellung von Hilfsmitteln, Freizeitaktivitäten, wie Zirkus-, Theater- und Filmaufführungen oder Einsätze der Klinik-Clowns. „Wir haben gesehen, wie wichtig die Arbeit ist. Was ein Klinik-Clown bewirken kann, schafft oft kein anderer“, ist sich Familie Heuer einig. Die restliche 500 Euro sollen der Kirchengemeinde Hattstedt für die Installation neuer Fenster in der Kirche zufließen. Der Vater des Verstorbenen ist dort Küster und Friedhofsverwalter. „Pastor Jörn Jebsen und alle Mitarbeiter haben mir sehr geholfen“, berichtet Jens-Peter Heuer.








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