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Handelsplatz für Tee, Schmuck und Wolle : Fair einkaufen und Kontakte knüpfen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Bredstedter Eine-Welt-Laden spendet seine Erlöse an verschiedene Organisationen in der Stadt - wie der Diakoniestation. Aber auch für eine Gesundheitsstation in Nicaragua oder für Aids-Waisen in Tansania.

Ingrid Löhr-Rolfs und Hildegard Lehmann haben Spaß an ihrer gemeinnützigen Arbeit. Sie schieben Dienst an drei Tagen, jeweils im Schichtwechsel im Eine-Welt-Laden, mitten in der Bredstedter Innenstadt – ehrenamtlich. „Das Sortiment aus dem fairen Handel ist groß. Es macht Freude mit Menschen darüber zu reden und sie zu beraten“, sind sie sich einig. Einen Wunsch haben sie allerdings: „Wir würden gern mehr Bredstedter im Laden begrüßen.“ Die meisten Stammkunden seien Urlauber und Einwohner aus der Region Mittleres Nordfriesland. Aber auch Durchreisende aus Husum, Niebüll oder von der Ostküste kehren dort ein. Dabei sei, so Ingrid Löhr-Rolfs, der Ort nicht nur ein prima Handelsplatz, sondern eigne sich sehr gut zur Kommunikation und zum Knüpfen sozialer Kontakte.

Im Mai 1988 hatte alles angefangen. Klein, aber fein startete Pauline Priebe in der Garage ihres Hauses in der Süderstraße mit 14 engagierten Frauen ehrenamtlich den kleinen Laden. Die Anregung war von Pastor Peter Nickels aus Breklum gekommen. Er wirkte seinerzeit auf dem Kontinent Afrika – in Tansania. Bananen, Kaffee und Honig aus dem Fairen Handel waren die ersten Produkte, die an verkauft wurden. Später kamen Teesorten, Weine aus Südafrika, Gewürze aus aller Herren Länder, Gefilztes, Schmuck, Handtaschen und mehr dazu. Hobbykünstler beschickten – wie auch heute noch – den Laden mit Holzartikeln, Porzellanmalereien und Wollprodukten. Der Reinerlös der Waren sowie zehn Prozent von den Einnahmen der Artikel werden nach wie vor gespendet. Anfangs ging der Erlös an verschiedene Organisationen Bredstedts - wie der Diakoniestation. Später zugunsten von Projekten – wie beispielsweise einer Förderung der Gesundheitsstation Los Munoz in Nicaragua oder Hilfe für Aids-Waisen in Tansania. Derzeit werden Frauen in Nicaragua unterstützt, die sich für Bildung, Gesundheit und Prävention gegen familiäre Gewalt und prinzipiell Gewalt gegen das weibliche Geschlecht einsetzen.

Im März 1999 bot dann der damalige Pastor Daniel Birkner an, den Laden im alten Pastorat gegenüber der St.-Nikolai-Kirche einzurichten. Im November 2009 hieß es umziehen in das heutige Domizil, zentral im Haus des Diakonischen Werkes in der Osterstraße. Der Verkaufsraum wird mit der Bredstedter Tafel geteilt. Montags bis mittwochs nutzt die Tafel den Raum, donnerstags bis sonnabends der Eine-Welt-Laden. Auch nach 26 Jahren sei, so Hildegard Lehmann, die Idee so aktuell wie am Anfang, mitzuhelfen, Not zu lindern und für Gerechtigkeit zu sorgen. Im Team sind derzeit ehrenamtlich 13 Frauen und ein Mann aktiv. Neue Helfer sind jederzeit willkommen. Geöffnet ist donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 10 bis 13 Uhr. Info unter Telefon 04671/ 6025662 (Eine-Welt-Laden).
 

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