Steigerung der Attraktivität : Fahrplan für mehr Fremdenverkehr

Eine besondere Rolle in der Entwicklung der Storm-Stadt wird die Erschließung des Dockkoogs spielen – sowohl in touristischer Hinsicht als auch mit Blick auf den Naturschutz.
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Eine besondere Rolle in der Entwicklung der Storm-Stadt wird die Erschließung des Dockkoogs spielen – sowohl in touristischer Hinsicht als auch mit Blick auf den Naturschutz.

Der Bürgermeister stellt grundlegende Strukturen für einen zukunftsweisenden Husum-Tourismus vor. Es soll klar definierte, zeitlich festgelegte und regelmäßig zu überprüfende Zielvorstellungen geben.

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22. Mai 2015, 13:45 Uhr

Es tut sich was in Sachen Fremdenverkehr: Nach jahrelangen Lippenbekenntnissen und Mahnungen, dass Husum unbedingt mehr für seine Attraktivität tun müsse, schält sich jetzt sehr deutlich das Gerüst der „Wachstumsstrategie Husum-Tourismus 2025“ heraus, die noch unter dem Namen Tourismus-Konzept angestoßen worden war. Bürgermeister Uwe Schmitz gab schon mal einen Überblick über das Papier, dass eine der wichtigsten Forderungen erfüllt, die die Experten auf diesem Feld gestellt haben: Klar definierte, zeitlich festgelegte und regelmäßig zu überprüfende Zielvorstellungen.

Eine „strategische Planung mit Impulswirkung“ werde es geben, die aus drei Teilen bestehe, versprach Schmitz den Mitgliedern des Hauptausschusses, der als politisches Gremium für die touristische Weiterentwicklung der Storm-Stadt verantwortlich zeichnet: Wachstumsstrategie, Infrastruktur-Entwicklungsplan und Statusbericht. „Grundlage ist ein dauerhaftes Basispapier, dass von den städtischen Institutionen gemeinsam jährlich auf Praktikabilität überprüft und entsprechend weiterentwickelt wird.“

Das Strategiepapier enthalte pointierte Basisdaten und Schlussfolgerungen und lege die Entwicklung mittel- bis langfristig fest, so der Verwaltungschef. Es umfasse eine grundsätzliche Positionierung, die Zielgruppe, Infrastruktur und Marketing sowie – ganz wichtig – die Zielgröße der Entwicklung. Dauerhafte Impulsprojekte werden namentlich aufgeführt. „Konkret steht darin: Was bedeutet Tourismus für Husum, wofür steht Husum eigentlich, für wen und mit wem wird gearbeitet, wie soll sich der Tourismus entwickeln, wo wollen wir dranbleiben und wo 2025 stehen?“

Das leite über zum jährlichen Infrastruktur-Entwicklungsplan: „Der wird in Form von kurzen Planungsblättern und Projektskizzen gestaltet und enthält eine Übersichts-Darstellung der priorisierten Projekte sowie kurze Projektbeschreibungen und benennt die kurzfristig zu entwickelnden Impulsprojekte samt deren Durchführungs-Details.“ Erstmals erarbeitet werde der Plan bis spätestens zum dritten Quartal 2015, danach immer im Januar. „Im aktuellen Plan stehen zum Beispiel die energetische Sanierung von Jugendherberge und Herrenhaus, die touristische Aufwertung des letzteren, das Naturerlebnisbad Wattenmeer in Schobüll und der Ausbau des Nordseemuseums zum ,Ort des Küstenschutzes‘.“ Diese Projekte seien auch bereits zur Förderung durch die Europäische Union angemeldet. „Weiter enthalten sind das Vorzeigeprojekt Dockkoog 2025, das Wasserkanten-Entwicklungsprojekt für Husum und die Sanierung beziehungsweise eher ein Neubau des Husum-Bads.“ Gebe es denn Arbeitsgruppen für diesen Bereich, kam die Zwischenfrage aus dem Plenum. „Nein“, beschied der Bürgermeister dem Fragesteller, „der Hauptausschuss ist zuständig – und ich möchte keine Parallel-Strukturen haben, das verzögert nur.“

Als letzter Baustein fungiere die Umsetzungskontrolle, schloss Schmitz seine Ausführungen. „Die wird als Statusbericht gestaltet mit einer Übersichts-Darstellung, den aktuellen Werten sowie der Entwicklung der Kennzahlen bei Projekten mit mehrjähriger Perspektive. Und der Bericht wird jährlich aktualisiert – ebenfalls erstmals im dritten Quartal 2015 und ab dann immer im Januar.“ Hier werde endlich mal ein allumfassender Planungs-Grundsatz versucht, statt immer nur Studien zu erstellen, die mehr oder weniger Verwendung finden. „Und wir sind auf einem guten Weg der Konkretisierung.“

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