Sicherheit im Fokus : Fähren im Trockendock unter der Lupe

Untersuchungen am Unterwasserschiff und Korrosionsschutz am gesamten Schiff hat die „Schleswig-Holstein“ bereits hinter sich.
Untersuchungen am Unterwasserschiff und Korrosionsschutz am gesamten Schiff hat die „Schleswig-Holstein“ bereits hinter sich.

Ein hoher Sicherheitsstandard verlangt eine regelmäßige Inspektionen bei der Flotte der Wyker Dampfschiffs-Reederei. In Husum werden die Fahrgastschiffe derzeit auf Herz und Nieren überprüft.

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30. Dezember 2014, 15:45 Uhr

Alljährlich, wenn die Tage kürzer werden und die Gäste auf den Inseln rar werden, kann die Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) ihre fünf Fährschiffe nacheinander ins Trockendock nach Husum schicken. Dort werden vorgeschriebene Untersuchungen am Unterwasserschiff durchgeführt und Korrosionsschutz am gesamten Schiff aufgebracht. Der Rumpf wird zudem mit frischem Antifouling versehen.

„Da die Schiffe in den verkehrsstarken Tagen störungsfrei laufen müssen, legen wir großen Wert auf regelmäßige Wartungsarbeiten und die Durchführung von entsprechenden Sicherheitsprüfungen“, erklärt Christ Tholund. Der Kapitän der Reederei zeichnet bei der Inspektion für die Koordination der Maßnahmen verantwortlich. „Die jüngst an der ,Schleswig-Holstein‘ in Husum getätigten Untersuchungen und Arbeiten sind für alle Fahrgastschiffe jährlich einmal vorgeschrieben und den Vorschriften der Berufsgenossenschaft-Verkehr geschuldet“, erklärt Tholund.

Die Untersuchung der „Schleswig-Holstein“ verlief ohne Auffälligkeiten und auch die vier Voiht-Schneider -Antriebseinheiten hatten ihren täglichen Einsatz ohne Schäden verrichten können. Eine Fachfirma hat unter anderem auch alle Abdichtungen, zu der auch die Durchführung im Schiffsrumpf gehört, untersucht. Für die modernen Fahrmotoren der 2012 in Dienst gestellten „Schleswig-Holstein“, die ihre Leistung über ein Getriebe auf die Antriebe bringen, standen die ersten laufleistungsbedingten Untersuchungen an. Hierbei wurden auch die Kolben und Zylinder per Endoskopie auf Verschleiß beziehungsweise Schäden untersucht.

„Wenn unsere Schiffe wegen der vorgeschriebenen Sicherheitsuntersuchung in der Werft sind, versuchen wir natürlich möglichst auch alle anderen Wartungs-, Pflege und Erhaltungsmaßnahmen durchzuführen“, veranschaulicht Tholund den Ablauf. Ein weiterer Aufenthalt ist dann noch im Frühjahr vorgesehen.

Bei den derzeitigen Wetterbedingungen sind Malerarbeiten nur in einem sehr kleinen Zeitfenster am Tag möglich. Das Fahrzeugdeck der „Schleswig-Holstein“ konnte aber wie geplant gemalt und mi den entsprechenden Kennzeichnungen versehen werden. Während dieser Zeit werden auch die Rettungsmittel und die nautische Ausrüstung durch Fachfirmen untersucht. „Die zehn Rettungsflöße der ,Schleswig-Holstein‘, die jeweils 150 Personen aufnehmen können, wurden nach Hamburg verbracht und dort der technischen Prüfung unterzogen“, berichtet der Kapitän weiter. Die beiden Schiffsneubauten „Uthlande“ und „Schleswig-Holstein“ betreute Christ Tholund bereits während des Baus und nach seiner 24-jährigen Fahrzeit als Kapitän hat sich sein Aufgabenbereich in die Inspektion verlagert.

Bei der Planung der Werftzeiten ist die winterliche Eislage alljährlich ein unvorhersehbarer Faktor, der durchaus auch noch einen ungeplanten Besuch im Dock mit sich bringen kann.

Im Januar wird die „Nordfriesland“ als nächstes eingedockt und die anderen Fähren der WDR-Flotte durchlaufen die Untersuchung bis Ende März.

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