„Häuser-Award“ 2018 : Europas schönstes Haus steht in Husum

<p>Auf dem schmalen Grundstück an der Asmussenstraße steht das nun preisgekrönte Einfamilienhaus. </p>
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Auf dem schmalen Grundstück an der Asmussenstraße steht das nun preisgekrönte Einfamilienhaus.

Das Zuhause des Architekten-Ehepaars Timm ist ein echtes Traumhaus. Es überzeugt nicht nur von außen.

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07. März 2018, 07:00 Uhr

Husum | Am Zuhause von Silja und Malte Timm in der Asmussenstraße sind bestimmt schon viele Husumer vorbeigegangen. Vielleicht ist es ihnen auch im Gedächtnis geblieben als das Haus, in das man so gut reinschauen kann. Nun hat das Gebäude beziehungsweise haben seine Bewohner und Architekten internationalen Ruhm erlangt: Es wurde beim Architektenwettbewerb „Häuser-Award“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Der Wettbewerb, der unter anderem vom Bund Deutscher Architekten, dem Verband Privater Bauherren und dem Magazin Häuser ausgelobt wird, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Perfekter Plan – mit optimalem Grundriss zum Traumhaus“. Die Begründung der Jury, warum das Haus des Husumer Ehepaars den mit 7000 Euro dotierten ersten Preis erhalten hat: „Der offene, funktional organisierte Grundriss wird durch Lufträume und einen Niveausprung geschickt in Zonen aufgeteilt, durchgehende Sichtachsen und Glasfronten lassen das Interieur auch auf geringer Grundfläche großzügig wirken. Ein architektonisch sehr gelungenes Konzept, das dem Wunsch der Bewohner nach Gemeinsamkeit und Rückzug gleichermaßen Rechnung trägt.“

Skandinavisch angehaucht: Der luftige Wohnbereich im Erdgeschoss.
Mark Seelen / HÄUSER-AWARD
Skandinavisch angehaucht: Der luftige Wohnbereich im Erdgeschoss.
Das Haus wurde 2015 gebaut, seitdem wohnen die Timms hier.
Mark Seelen / HÄUSER-AWARD
Das Haus wurde 2015 gebaut, seitdem wohnen die Timms hier.

Weitere Fotos wurden hier veröffentlicht.

2014 hatten die beiden gebürtigen Husumer das Haus entworfen, 2015 wurde es gebaut. Seitdem leben sie mit ihrer fünfjährigen Tochter dort – und sind mit ihrem Haus und natürlich auch dem Preis sehr glücklich: „Wir hatten gehofft, vielleicht unter die Top 30 zu kommen“, sagt Malte Timm, „über den Anruf, dass wir europaweit gewonnen haben, haben wir uns deshalb total gefreut.“

Der 37-Jährige arbeitet beim Kreis Nordfriesland in der Bauaufsicht, seine Frau ist selbstständig unter anderem als Architektin und Ausstellungsdesignerin tätig. Malte Timm weiß, dass nicht jeder Husumer sein Haus sofort verorten kann: „Wir wollten es so bauen, dass es sich trotz der modernen Architektur in die historische Bebauung einfügt“, erzählt er. Neben der Lage mitten in der Stadt schätzt er an seinem Zuhause den Blick aufs Schloss und die offene Architektur. Aber nervt es nicht, dass jeder ins Erdgeschoss reingucken kann? Sie hätten ja Vorhänge, sagt Timm, die sie im Zweifelsfall auch schließen. „Und wir haben lange in Dänemark gelebt. Dort werden die Fenster ja viel weniger zugezogen – wir sind das also gewohnt.“

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