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Jugendfeuerwehr Mildstedt : „Euer Einsatz ist keine Selbstverständlichkeit“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Pioniere in Sachen Nachwuchs: Die Jugendfeuerwehr Mildstedt feiert ihr 40-jähriges Bestehen.

Einen triftigen Anlass zum Feiern hat die Mildstedter Jugendfeuerwehr – denn die gibt es mittlerweile seit genau 40 Jahren. Die große Geburtstagsfeier haben Jugendfeuerwehrwart Steffen Böhmer, sein Stellvertreter Tobias Reinhold und Wehrführer Holger Funk drei Monate lang geplant. Rund 200 Gäste waren in die geschmückte Fahrzeughalle gekommen – die meisten von ihnen waren Abordnungen anderer Gemeinden und Jugendwehren sowie Vertreter der Partnerwehr aus Karlshagen.

Wehrführer Holger Funk zeigte sich „überaus erfreut, dass so viele Gäste der Einladung gefolgt sind – denn das zeigt doch eine Verbundenheit mit der Jugendfeuerwehr Mildstedt“. Neben Nordfrieslands stellvertretendem Kreispräsidenten Siegfried Puschmann nahmen Mildstedts Bürgermeister Bernd Heiber und viele Mitglieder der Gemeindevertretung teil.

„1977 rief die Jugendfeuerwehr Mildstedt Jugendliche zur Gründung einer Jugendfeuerwehr auf“, berichtete der Wehrführer in seiner Ansprache, „und zum angesetzten Termin erschienen damals 21 Interessenten im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren – und traten bei. “ Damit hatte die Mildstedter Feuerwehr die erste Jugendgruppe im damaligen Amt Treene mit seinen zu diesem Zeitpunkt elf Feuerwehren. „Durch ein fortwährendes Engagement der Jugendwarte und Ausbilder ist es 40 Jahre lang gelungen, eine sehr lebendige, aktive Jugendfeuerwehr zu betreiben. Zahlreiche Teilnahmen an Fahrten, Zeltlagern, Wettkämpfen – auch auf internationaler Ebene – belegen dies nachhaltig“, so Funk weiter.

Die Einsatzabteilung der Feuerwehr Mildstedt besteht heute aus insgesamt 55 Mitgliedern – davon wurden 37 in der eigenen Jugendfeuerwehr ausgebildet. Es freue ihn ganz besonders, dass auch heute noch vier Blauröcke aus dem Gründungsjahr 1977 aktiv sind: Sönke Poschkamp, Volker Sterner, Reiner Thomsen und Hagen Hansen, so Funk weiter und betonte: „Ich gebe mal zu bedenken: Es melden sich kaum Einwohner aus der Gemeinde für den freiwilligen Dienst bei der Feuerwehr. Insofern wird die Bedeutung der Jugendwehr noch viel deutlicher. Die Jugendfeuerwehr von heute ist die aktive Feuerwehr von morgen.“

Die Nachwuchskräfte haben ein volles Programm, wie Jugendwart Steffen Böhmer erklärte. Dazu gehören Übungsabende und Leistungsspangen-Abnahmen genauso wie Wettbewerbe und das Erlangen eines Erste-Hilfe-Scheines. Daneben gibt es Ausflüge zu Berufsfeuerwehren oder Fahrten in Freizeitparks. In den vergangenen Jahren sind Freundschaften entstanden, die weit über die Landesgrenze hinausgehen. Unter anderem reisten die Jugendlichen nach Norwegen, Österreich, Schweden, Finnland und Karlshagen.

Bürgermeister Bernd Heiber lobte die „hochmotivierte Jugendfeuerwehr“ und versicherte: „Die Wertschätzung der Gemeindevertretung und der Bürger Mildstedts ist euch sicher.“ Der stellvertretende Kreispräsident Siegfried Puschmann fügte hinzu: „40 Jahre – das sind fast zwei Generationen – und es ist heute nicht selbstverständlich, dass junge Menschen einen Teil ihrer Freizeit dafür nutzen, um bei der Jugendfeuerwehr dabei zu sein. Ich wünsche mir, dass das auch in den nächsten 40 Jahren so weitergeht.“

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