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Silvester in Husum : Es war eine ruhige Nacht

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bilanz der Einsatzkräfte: Feuerwehr und Polizei mussten zwar das eine oder andere Mal raus, aber die dicken Brocken blieben aus.

„Ja“, wiederholt Frank Dostal, Einsatzleiter der Feuerwehr, als könne er selbst noch nicht recht glauben: „Das war unser einziger Einsatz in dieser Silvesternacht. „Das haben wir auch schon anders erlebt“, fügt er nach kurzer Pause hinzu und muss den zweiten Teil des Satzes eigentlich gar nicht mehr aussprechen. Am Ende tut er es doch: „Aber uns ist es natürlich viel lieber so.“

Einmal mussten die Blaujacken dann aber doch ausrücken. „Das war gegen 4 Uhr“, berichtet Dostal. Da brannte im Totengang eine grüne Mülltonne. „Klar, dass man das schnell mit Feuerwerkskörpern in Verbindung bringt“, erläutert er, „aber tatsächlich kennen wir die genaue Ursache nicht.“ Insgesamt waren in der „Nacht des Jahres“ 15 Feuerwehrleute in Bereitschaft. „Eine Gruppe feierte ganz in der Nähe der Feuerwache – natürlich ohne Alkohol“, sagt Dostal. „Die anderen Kameraden waren zu Hause.“ Und da konnten sie auch bleiben, denn selten war eine Silvesternacht so ruhig wie diese. Die Regel seien fünf bis zehn Einsätze. Diesmal war es der besagte Mülltonnen-Brand und ein falscher Alarm.

Ein ähnliches Fazit zieht Gerrit Zumach für die Polizei. Die musste zwar deutlich öfter raus als die Feuerwehr, aber insgesamt verzeichneten auch die Ordnungshüter eine „recht ruhige Silvesternacht“. Erhöhte Bereitschaft gab es vorsorglich allerdings auch dort. „Aber die ganz dicken Brocken“ blieben erfreulicherweise aus.“

Summa summarum haben wir in der Zeit von 18 Uhr bis 6 Uhr 26 Einsätze gefahren. Das ist Durchschnitt. Allerdings sind in dieser Zahl nicht nur die klassischen Vorfälle in einer Silvesternacht enthalten. Klassisch im unfeinen Sinn des Wortes waren allerdings sechs Handgreiflichkeiten auf privatem und öffentlichem Parkett, die einem allzu sorglosen Umgang mit Alkohol gezollt waren. In einem dieser Fälle wurde ein Kollege von Zumach angegangen, aber wie alle anderen überstand auch er die Silvesternacht schadlos. „Da gab es beim Spiel Hansa Rostock gegen Holstein Kiel mehr zu tun“, berichtet der Oberkommissar. Und auch das müsste nicht sein.

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erstellt am 02.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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