zur Navigation springen

Überraschungsparty an der Schule an der Treene : „Es hat mich kalt erwischt“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nach 27 Jahren an der Schule an der Treene geht Maren Lubecki in den Ruhestand – 260 Schüler überraschten sie mit einer großen Feier.

Damit hatte Schulleiterin Maren Lubecki „nun überhaupt nicht gerechnet“: 260 Grundschüler aus 16 Klassen standen am Donnerstag Spalier, um sie in den Ruhestand zu verabschieden. Auch wenn es beim Einmarsch in die Sporthalle kräftig regnete – die Schulleiterin ertrug die Unbill des Wetters mit Fassung, und war sichtlich gerührt von dem, was Kollegen und Schüler an diesem Vormittag auf die Beine gestellt haben.

27 Jahre lang hat Maren Lubecki an der Schule an der Treene engagiert gearbeitet und vieles bewirkt. Insgesamt kann sie auf eine 40-jährige Lehrertätigkeit zurückblicken. Seit 2008 oblag ihr die Leitung der Friedrichstädter Grundschule mit ihren 170 Schulkindern – hinzu kam die Schwabstedter Außenstelle mit weiteren 90 Schülern, die übrigens am Donnerstag extra mit zwei Bussen angereist waren.

Für ihre Schulleiterin hatten alle Klassen kleine Stücke oder Liedern eingeübt – und Konrektor Arne Holler verriet: „Es war gar nicht so einfach, den heutigen Ablauf hier heimlich in der Sporthalle zu proben – wir haben die Generalprobe zweimal durchgezogen. Zugute kam uns dabei allerdings das Regenwetter – wir hatten also immer einen triftigen Grund, in die Halle zu gehen.“ Maren Lubecki, der zwischendurch eine Packung Taschentücher gereicht werden musste, kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: „Ich wusste überhaupt nicht, dass ihr das heute für mich vorbereitet habt. Es hat mich kalt erwischt – aber ich freue mich riesig“, erklärte sie. Die Lieder – darunter „Wir wünschen alles Gute – alles Gute für den Ruhestand“ – wurden von Jochen Willrodt am Klavier begleitet. In einem Gedicht, das sie ihr später überreichten, hatten die Schüler der Klasse 3a gereimt: „Liebe Frau Lubecki, Sie sind ganz groß. Die Zeit mit Ihnen war grandios. Wir danken Ihnen für die schöne Zeit – bis in alle Ewigkeit!“ Auf die Frage, ob sie mit einem lachenden oder einem weinenden Auge gehe, antwortete Lubecki: „Im Moment sitze ich hier mehr mit einem weinenden Auge“, und griff zum Taschentuch. Aufgeführt wurden einstudierte Gedichte, Lieder und sogar Jonglierkunst. Auch die ADS-Kindergartenkinder, die nach den Sommerferien in die Schule kommen, nahmen teil.

„Es war einfach ganz ganz toll“, sagte die Schulleiterin nach der Feier inmitten ihrer Schützlinge auf dem Schulhof. „Und es ist mir sehr zu Herzen gegangen.“ Unterrichtet hat Lubecki „bis auf Englisch eigentlich alles“.

Und nun – im Ruhestand? „Da habe ich endlich mal mehr Zeit für meine fünf Kinder und die fünf Enkelkinder“, antwortete sie. Und die „wohnen nicht mal eben um die Ecke“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert