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Aktiv-Region Südliches Nordfriesland : Erste Projekte bewilligt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Enttäuschung beim Hattstedter Schulverband. Die Aktiv-Region Südliches Nordfriesland stellte ein eingereichtes Projekt, den Umbau der Schulmensa, zurück. Es hat nun im November bei Neuvorlage eine Realisierungschance.

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erstellt am 27.Aug.2015 | 11:00 Uhr

Der Sitzungssaal des Friedrichstädter Rathauses war Treffpunkt des Vorstandes der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland, denn im Anschluss daran stand die Besichtigung des neuen Wohnmobilstellplatzes im Holländerstädtchen an. Schließlich war er auch durch die Aktiv-Region gefördert worden und hat sich innerhalb von wenigen Monaten zu einer echten Erfolgsgeschichte gemausert, er wird von den Wohnmobilisten sehr gut angenommen.

Über fünf eingereichte Projekte hatte der Vorstand zu entscheiden. 2200 Euro Fördermittel beantragt die Aktiv-Region für sich selbst, schließlich will sie die eigene Homepage neu gestalten, wie Regionalentwicklerin Hanna Fenske mitteilte. Bislang nämlich würden sich die Hinweise und Aktionen der Aktiv-Region auf der Seite der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge finden. Dem Besucher der Seite werde einiges abverlangt, wenn er gezielt die Aktiv-Region-Seite finden wolle. Das werde sich ändern, sobald das Land die Förderanträge fertig hat, denn erst dann könnten die genehmigten Projekte an das Land weitergereicht werden.

Auch den Ausbau des Dorfgemeinschaftshauses, den Bürgermeister Hans-Hermann Paulsen vorstellte, will die Aktiv-Region unterstützen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 131.000 Euro, der Förderanteil beträgt 66  000 Euro. Paulsen begründet die Notwendigkeit mit dem Erhalt des dörflichen Lebens. Sollte die Feuerwehr nicht einen extra Raum zur Aufbewahrung der Einsatzkleidung bekommen, dann müsste das Dorfgemeinschaftshaus einen Raum abgeben. Und damit, so der Bürgermeister, wäre die Attraktivität des Hauses dahin. Das Dörpshus entwickle sich immer weiter und werde mittlerweile nahezu täglich genutzt.

Auch die Husumer Kirchengemeinde St. Marien wird in den Genuss von Fördermitteln kommen. Geplant ist in der Husumer Hauptkirche am Marktplatz der Neubau einer Orgel. Die Kosten für das Instrument werden rund eine Million Euro betragen. Doch nicht die Orgel selbst, sondern das Einwerben von Mitteln soll unterstützt werden. Rund 20.000 Euro sind dafür vorgesehen, der Förderanteil beläuft sich auf 12.000 Euro. Damit sollen dann eine eigene Homepage, Video-Clips, Fotos, Flyer und Banner erstellt werden, mit denen um die Unterstützung für die neue Orgel geworben werden kann.

Freuen kann sich der Schulverband Eiderstedt: Der Vorstand sprach sich für das Projekt Umgestaltung des Schulhofs der Theodor-Mommsen-Schule Garding zu einem einrichtungsübergreifenden Treffpunkt und Aktionsraum aus. Kosten soll der Umbau rund 125.000 Euro, die Fördersumme der Aktiv-Region beläuft sich auf knapp 63.000 Euro. Der Platz soll in drei Bereiche aufgeteilt werden – Veranstaltungsraum im Grünen, Sinnesgarten für Jung und Alt und Geräte für Jung und Alt, die zur Bewegung anregen. Die Nutzung des Schulhofes ist durch Kindergarten, Hort, Altenheim, Behindertenheim und Jugendzentrum vorgesehen.

Vorsitzender Claus Röhe mahnte mehrfach, mit den Projekten nicht zu beginnen, ehe die Förderung zugesagt sei, denn noch könne die Aktiv-Region Südliches Nordfriesland nicht tätig werden, das Land sei noch nicht so weit.

Eine bittere Pille musste der Schulverband Hattstedt schlucken: Das Projekt „Mensa Hattstedt – Alles was gut isst!“ wrde zwar gutgeheißen, aber dennoch nicht in die Förderung aufgenommen. Der Grund: Der Umbau des Essbereichs in der Schule hat viel mehr Zielgruppen im Visier, als im Antrag formuliert. Dafür hatte Christel Schmidt auch eine Erklärung. Vorgesehen war eigentlich, dass die Gemeinde das ehemalige Sparkassengebäude im Dorf kauft, doch erst vor zwei Wochen sei dies abgelehnt worden. Dort war eine Begegnungsstätte geplant. Diese Funktion soll nun die Schule mit der neuen Mensa übernehmen – beispielsweise das Kochen mit Flüchtlingen. Der Vorstand bat die Hattstedter, den Antrag neu zu formulieren, dabei alle Aspekte zu berücksichtigen und betonte, dass er positiv aufgenommen werde. Allerdings findet die nächste Vorstands-Sitzung erst am 24. November statt. „Bis dahin wollten wir schon fertig sein“, sagte eine enttäuschte Christel Schmidt.

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