zur Navigation springen

200 Glasfaser-Hausanschlüsse : Erste Internet-Surfer rasant unterwegs

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Behrendorf wird ein Glasfasernetz gebaut. Ende Oktober sollen die Erdarbeiten beendet sein. Rund 200 Hausanschlüsse werden gelegt. Die ersten 13 sind bereits mit dem Netz verbunden und können mit hohem Tempo surfen.

von
erstellt am 25.Sep.2015 | 11:00 Uhr

Blitzschnell baut sich das Bild auf, die Mails mit großen Datenanhängen sind ratzfatz versendet, das Videostreaming klappt total wackelfrei. Auch die Sticks der verschiedenen Anbieter und natürlich die neuen Smart-TV laufen wunderbar. Davon träumt jedoch immer noch der Großteil der Landbevölkerung. In Behrendorf allerdings wird aus dem Wunsch peu à peu Realität. Die ersten 13 Bewohner können bereits blitzschnell via PC mit aller Welt kommunizieren und mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit/S surfen. 198 sollen es Ende des Jahres sein, wenn das neue Glasfasernetz in der Gemeinde fertig ausgebaut ist.

Die Breitbandnetz-Gesellschaft (BNG) baut nämlich eine Datenautobahn, wie sie bereits in den Nachbarorten Löwenstedt und Sollwitt eingerichtet wurde. Und anders als in vielen anderen Gemeinden, reicht dort, und künftig auch in Behrendorf , das Glasfaserkabel direkt bis zum Hausanschluss. Dadurch sind keine Leistungsverluste beim Sprung vom Glasfaser-Datentransfer auf Kupfer zu befürchten.

Damit wird das Dorf die dritte Gemeinde im Geschäftsbereich der BNG sein, die in den Genuss eines schnellen Glasfaserkabels kommt. Auch in Behrendorf, wie in der Nachbargemeinde Sollwitt, ist der schnelle Ausbau nur möglich, weil die örtlichen Bürgerwindparks die Finanzierung vorstrecken. Denn eigentlich wären die beiden Orte noch gar nicht an der Reihe gewesen, doch da das Kapital zur Verfügung stand, wurde nach der Modellgemeinde Löwenstedt auch Sollwitt ausgebaut. Nun folgt Behrendorf.

44 Hausanschlüsse sind bereits fertiggestellt, 13 von ihnen an das Netz angeschlossen. In den nächsten zwei Wochen sollen weitere 35 Hausanschlüsse folgen, und zwar in Norderdorf, Behrendorffeld-Osten und Norderfeld. Der eigentliche Tiefbau in der Gemeinde dürfte nach Auskunft von Sabine Birkigt von der BNG Ende Oktober abgeschlossen sein. Gegenwärtig wird in Westerdorf gebuddelt.

Der Zweite Bürgerwindpark Behrendorf und die Breitbandnetz-Gesellschaft hatten zur Bedingung gemacht, dass mindestens 68 Prozent der Haushalte einen schnellen Netzanschluss wünschen. Das Ziel wurde locker erreicht, wie es vonseiten der BNG heißt, denn mittlerweile ist nahezu überall durchgedrungen, dass Immobilien im Wert steigen, zumindest deren Preise stabil bleiben, wenn sie über einen schnellen Internetzugang verfügen.

Das gesamte Investitionsvolumen in Behrendorf dürfte bei rund 750  000 Euro liegen. Dafür erhalten die Bewohner aber auch ein zukunftssicheres Netz, denn die Kapazität der Glasfaserleitungen ist noch längst nicht ausgeschöpft. Vorfinanziert wird der Ausbau vom II. Bürgerwindpark Behrendorf.

Wirbel hat unlängst die Entscheidung des Gemeinderats verursacht, den vom Reit- und Fahrverein (Ruf) gestellten Antrag auf Einrichtung eines kostenlosen Internetanschlusses abzulehnen. In einer zweiten Gemeindevertreter-Sitzung wurde der Beschluss dann wieder einkassiert. Da der Reit- und Fahrverein der einzige Verein im Dorf ist, zumal diesmal auch ein schriftlicher Antrag vorlag, erhält der RuF einen schnellen Anschluss, kostenlos. Nötig sei dies, hieß es in der Antragsbegründung, um unter anderem bei größeren Pferdesport-Events die Auswertungen schnell versenden zu können und Pferdesportinteressenten, die das Geschehen via Live-Stream im Internet verfolgen wollen, bedienen zu können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen