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Schon acht Einsätze : Erstaufnahme belastet die Feuerwehr Seeth

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Flüchtlings-Erstaufnahme-Einrichtung des Landes in Seeth belastet die kleine Dorf-Feuerwehr. Sie ist für den Brandschutz in der Einrichtung zuständig. Bereits acht Einsätze mussten dort geleistet werden.

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erstellt am 10.Jan.2016 | 17:58 Uhr

Der jüngste Einsatz ereignete sich wenige Stunden vor der um 19 Uhr beginnenden Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Seeth – und er rief die Aktiven zum wiederholten Mal in die Flüchtlings-Erstaufnahme-Einrichtung (EAE) in der ehemaligen Kaserne. Um 14.40 Uhr rückten die Freiwilligen aus, um 15.30 Uhr war die Aktion beendet. Die Einsätze waren im Übrigen auch Gegenstand des Jahresberichtes von Wehrführer Dennis Andresen. Auffallend: Von den 16 Einsätzen des Jahres 2015 entfielen acht auf die Erstaufnahmeeinrichtung. „Es ist keine leichte Aufgabe.“ Gleich mehrfach mussten innerhalb der großen Einrichtung eilig verschlossene Türen für den Rettungsdienst geöffnet werden. Die Feuerwehr Seeth muss dort den Brandschutz sicherstellen. „Es ist für uns als kleine-Dorf-Wehr keine einfache und alltägliche Aufgabe, die wir zu meistern haben – aber ich denke auch, dass es keine unlösbare Aufgabe ist.“ Andresen dankte der Gemeinde für die Unterstützung. Die Wehr verfügt über zwei Fahrzeuge, ein TSF löste im März 2015 ein 35 Jahre altes Einsatzfahrzeug ab.

Neben den Einsätzen in der EAE gab es auch einen Wohnwagen- und Gebäude-, einen Wohnhaus und einen Werkstattbrand in Süderstapel (jedesmal unterstützte die Wehr ihre örtlichen Kollegen). „128 Termine wurden durch unsere Feuerwehr wahrgenommen“, resümierte Wehrführer Dennis Andresen und lobte: „Der Ausbildungsstand ist sehr hoch.“

Nach der ersten Großübung auf dem EAE-Gelände mit 14 Einsatzfahrzeuge der umliegenden Wehren sowie acht Rettungswagen gab es auch Kritik. Das erste Feuerwehrfahrzeug war zwar bereits nach acht Minuten eingetroffen und die Besatzung begann sofort mit der Rettung und Betreuung der zahlreichen Verletztendarsteller, doch die Rettungswagen rückten erst mit Verspätung im Konvoi an. Eine Aufarbeitung der Großübung findet am Donnerstag (14.) im Dorfgemeinschaftshaus statt.

Die Feuerwehr verfügt über 33 Aktive, zwei Mann in der Reserveabteilung, 15 in der Ehrenabteilung sowie 15 (davon sieben aus Drage und acht aus Seeth) in der Jugendfeuerwehr. Es gibt 77 Fördermitglieder.

Als neue Mitglieder in der Wehr wurden per Handschlag Janina Mahmens, Florian Diercks und Olaf Buchholz aufgenommen. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurde dann Hauptfeuerwehrfrau Ann-Kathrin Schulz geehrt. Unter „standing ovations“ wurde Hauptfeuerwehrmann Peter Dirks – zugleich Bürgermeister seiner Gemeinde – nach 47 Jahren in die Ehrenabteilung überstellt. Jugendwart Rudi Albert wurde für weitere sechs Jahre wiedergewählt, neuer Sicherheitsbeauftragter ist Dirk Ingwersen. In den Festausschuss gewählt wurden Michael Hansen, Andrea Timm-Meves, Manfred Kindt, Hans-Peter Haase, Nils Corinth und Ove Jürgens. Der Feuerwehrball findet am Sonnabend (30.) im Schwabstedter Fährhaus statt. Für den Fahrdienst sorgt traditionell die Schwabstedter Feuerwehr. Zum Schluss noch eine besondere Auszeichnung: Zum, „Feuerwehrmann des Jahres“ wurde Holger Pramschüfer ernannt. Der Geehrte ist mit seinen 50 Jahren immer noch Atemschutzgeräteträger und Gruppenführer.

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