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Ein Star und erfahrene Newcomer : Erst poetischer Pop – dann Rock und Blues

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ulla Meinecke und die nordfriesische Band „Rockville“: Am 14. und am 28. März werden im Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk in Husum gleich zwei besondere Konzerte geboten.

Ulla Meinecke gilt als Grande Dame der poetischen Popmusik mit deutschen Texten. Ihr aktuelles Projekt führt sie auch nach Husum: in das Freizeithaus des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerkes (TSBW).

An der Seite von Ingo York und Reinmar Henschke, zwei Multi-Instrumentalisten erster Klasse, will sie dort Klassiker wie „Feuer unterm Eis“ und „Die Tänzerin“ mit noch unveröffentlichen Liedern zusammenbringen. Ihre samtige Stimme, ihre poetische Sprache und ihre nachdenklich-ironische Sicht auf die Dinge des Alltags gehen unter die Haut. Ulla Meinecke scheint ihre „Zauberformel“ gefunden zu haben. Am Sonnabend (14.), 20 Uhr, will sie davon das Husumer Publikum überzeugen.

Nur zwei Wochen später, am 28. März, ebenfalls 20 Uhr, wird das Freizeithaus zur Bühne für „Husums erste demokratische Kapelle“. Diese besteht aus fünf altgedienten Musikern, die sich aus „Jux und Dollerei“ neu formiert haben – als „Rockville“ – es das sind Shanger Ohl (Tasten und Gesang), Martin Tiefensee (Bass, Gesang), Ulli Saxen-Breitkreuz (Gesang), Rüdiger „Lügi“ Lorenzen (Gitarre, Gesang) und Frank „Fränkie“ Hämmerle (Schlagzeug).

Beim Lokaltermin im TSBW erinnern sich Ohl und Hämmerle an die Geburtsstunde ihres „Wunschkindes“. „Das war mehr oder minder Zufall“, sagt Ohl, der vor 35 Jahren zu den Gründungsmitgliedern von „Godewind“ gehörte. Und dieser Zufall war eine Party. Nach ein paar Bieren sei die Idee entstanden, „sich mal zu einer Session zu treffen“, blickt Hämmerle zurück. Er und Ohl telefonierten ein bisschen herum und stießen mit Saxen-Breitkreuz, Tiefensee und Lorenzen auf weitere „Freiwillige“. „Wir hatten einen Heidenspaß“, erinnert sich Ohl an den ersten Übungsabend. Und so sollte es bleiben. Außerdem kann jedes der fünf Bandmitglieder auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückblicken. Tiefensee gehörte zur Urformation der in den 1970er- und 1980er-Jahren international bekannten Formation „Lake“. Saxen-Breitkeuz hat seine einzigartige Stimme unter anderem bei den Husum-Gospel-Singers trainiert. Lorenzen war Gründungsmitglied und Gitarrist des „Rudi-Blues-Trios“, und Hämmerle machte sich in den 1970er- und 80er-Jahren einen Namen mit „Capitol“ und „Brutto Netto“.

„Wir haben es einfach probiert“, sagt Ohl, und schon am ersten Abend hätten „alle Blut geleckt“. Das war vor einem Jahr. Seither geht es jeden Montag in Hämmerles Übungsraum, den alle mit ausgebaut haben.

Helmut Haack rutscht schon eine Weile unruhig auf seinem Sessel hin und her. „Das wird der Burner“, sagt der Leiter des Freizeithauses voller Vorfreude auf den 28. März. Übrigens: Obgleich die Zuschauer Rock- und Blues-Klassiker von B. B. King über Gary Moore bis hin zu Bill Withers serviert bekommen, „sind wir keine Cover-Band“, betont Hämmerle. „Unser Programm lebt von der Zusammenstellung und von der Dramaturgie.“

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erstellt am 10.Mär.2015 | 16:00 Uhr

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