Positionspapier der Touristiker : Erreichbar sein ist alles

Erholung am Strand von St. Peter-Ording.
Erholung am Strand von St. Peter-Ording.

Der Nordsee-Tourismus-Service hat einen Masterplan bis 2023 vorgelegt. Die Touristiker monieren darin auch problematische Verkehrssituationen, die eine Anreise erschweren.

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24. Februar 2018, 11:00 Uhr

Der Tourismus ist ein existenzieller Wirtschaftsfaktor für die Westküste. Im Reisegebiet Nordsee Schleswig-Holstein sichert er nach Angaben der Nordsee-Tourismus-Service GmbH (NTS) für einen großen Teil der Bewohner Einkommen und Beschäftigung. 42.000 Menschen bestreiten demnach ihren Lebensunterhalt in Vollzeit vom Tourismus – der Anteil am Volkseinkommen liegt immerhin bei 41 Prozent.

Um eine der stärksten deutschen Destinationsmarken zu erhalten, auszubauen und gewinnbringend zu nutzen, setzen die Akteure der regionalen Tourismus-Branche gemeinsam verstärkt auf „ein bewusstes und im ökonomischen, ökologischen wie auch sozialen Sinne nachhaltiges Wirtschaften“.

Dazu hat die NTS jetzt einen Handlungsleitfaden für den Nordsee-Tourismus vorgelegt. Dieser Masterplan für die Jahre von 2018 bis 2023 ist das Konzept für die weitere strategische Ausrichtung des Reisegebiets. Ein zentraler Punkt dabei: „Die Destination Nordsee Schleswig-Holstein ist jetzt wie auch in Zukunft auf eine hervorragende Erreichbarkeit der einzelnen Zielgebiete für Gäste und Fachkräfte angewiesen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben will“, heißt es unter anderem in dem 64 Seiten starken Positionspapier der führenden Touristiker der Westküste. Aber: „Aktuelle Situationen in den bekannten Nadelöhr-Situationen, also der Bahnüberfahrt nach Sylt, der nach wie vor nicht abgeschlossenen Arbeiten am Rendsburger Kanaltunnel wie auch die wiederkehrenden Verkehrssituationen im Bereich der Rader Hochbrücke bis zu den seit mehreren Jahrzehnten herrschenden Missständen in verschiedenen Abschnitten der Bundesstraße 5 sind für die an- und abreisenden Gäste teilweise nur schwer erträglich.“ Die NTS fordert deshalb entscheidende Verbesserungen hinsichtlich der Verkehrsinfrastruktur.

Der völlig neu überarbeitete Masterplan stellt einer Mitteilung zufolge die wichtigsten Faktoren für eine „gesunde Weiterentwicklung des Nordsee-Tourismus“ vor und geht dabei auch auf wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, Demografischer Wandel, Tourismus- und Förderpolitik ein. Daneben werden die Quellmärkte, Zielgruppen und Profilthemen definiert sowie die Grundzüge der gemeinsamen Markenstrategie erläutert.

„Die Nordsee Schleswig-Holstein soll sich umweltfreundlich, ressourcenschonend und nachhaltig am Weltnaturerbe Wattenmeer weiterentwickeln, ohne die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung zu verkennen“, sagt NTS-Geschäftsführer Frank Ketter. Gemeinsam mit den Kollegen der bedeutenden Urlaubsorte an der Westküste seien Aufgabenfelder definiert, aber auch entscheidende Handlungsfelder der Zukunft aufgezeigt worden, „die wir zum Teil selbst nur bedingt beeinflussen können“.

Der Nordsee-Masterplan 2018-2023 ist kostenlos erhältlich über die Nordsee-Tourismus-Service GmbH, Telefon 04841/897511, er kann aber auch im Internet unter der Adresse www.nordseetourismus.de/business heruntergeladen werden.

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