zur Navigation springen

Fast ein Erdbeben : Erntefahrzeuge verärgern Anlieger

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Gemeinderat Mildstedt befasste sich mit Klagen der Anwohner der Osterreihe über Erntefahrzeuge. Nun soll versucht werden, mit den Landwirten und Lohnunternehmen ins Gespräch zu kommen.

Mit 25 Minuten nahm die Einwohnerfragestunde die meiste Zeit als Einzelpunkt in Anspruch. In der vorangegangenen Gemeinderats-Sitzung hatte Bürgermeister Bernd Heiber (SPD) die Bitte eines Landwirtes vorgetragen, „dass die Anwohner in der Osterreihe ihre Fahrzeuge so parken mögen, dass der betreffende Landwirt mit Traktor und Anhänger dort gefahrlos hindurchkommt“. „Die Mais- und Gülletransporte rollen Tag und Nacht“, so ein Anlieger. „Es ist ein Gefühl, als wenn der Boden bebt, wenn diese schweren Transporte vorbeifahren. Das Schlimmste aber ist, dass die Fahrer die Rechts vor Links-Regelung missachten und obendrein mit frechen Handbewegungen reagieren, sollten sie darauf hingewiesen werden. Vielleicht sollten wir uns Schrottfahrzeuge kaufen und zur Verkehrsberuhigung an den Straßenrand stellen. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dies sind keine landwirtschaftlichen Transporte, sondern Unternehmertransporte.“

Gerügt wurde ferner – und von mehreren Anwohnern bestätigt, „dass diese schweren Kolosse auch über Gehwege und Banketten hinwegdonnern“. „Wir fühlen uns nicht nur belästigt, sondern bedroht.“ Neben der Osterreihe stellt auch der Engelsche Weg einen Problembereich dar. Telse Jacobsen (CDU) regte an, das Gespräch zu suchen.

In den vergangenen Tagen lagen Teilbereiche der Gemeinde im Dunkeln. Dazu der Bürgermeister: „Es hat Probleme mit der Beleuchtung. Gerade gestern Abend hat mich eine Gesellschaft aus dem Bett geklingelt, weil die Leutchen ihre Autos nach Abschluss der Feier nicht fanden.“

Am 8. November findet für ganz Nordfriesland die Zentralveranstaltung „Rettet die Kastanie“ statt. Die Organisationsleitung haben die Gemeinderäte Rolf Ehlers (AWM) und Timo Hagemann (SPD) übernommen.

Die Gemeinde hofft auf Bewegung in Sachen Kosten für Stadtbusverkehr: Bislang zahlte Mildstedt jährlich 73.000 Euro. Dies wurde aufgrund der Einwohnerzahl festgelegt. „Nach gefahrenen Kilometern abgerechnet, würden wir aber nur 37.000 Euro zahlen müssen“, rechnete der Bürgermeister vor. Der Finanzausschuss darüber beraten. Ursprünglich sollte der Dithmarscher Weg in diesem Jahr saniert werden. Da dort jedoch im kommenden Frühjahr Entwässerungsrohre verlegt werden, wurde diese Maßnahme zurückgestellt. Ersatzweise wird dafür der Fußweg entlang des Kirchenweges – von der Seniorenwohnanlage bis zum Haus des Schulhausmeisters für 24.000 Euro erneuert.

Einigkeit bei der Vergabe des Umweltpreises 2014. Der bekannte Biohof Thees wird anlässlich der Weihnachtsfeier ausgezeichnet. Die Begründung: der Betrieb hat unter anderem Pflanzen für den Kindergarten gespendet und Land zur Renaturierung der Mühlenau bereitgestellt. Allerdings wird der Preis künftig wohl einen neuen Namen tragen, da auch soziale Komponenten eine Rolle spielen sollen. Bürgermeister Bernd Heiber: „Wir könnten auch den Jahrespreis der Gemeinde verleihen.“ Kommunalausschuss-Vorsitzender Horst-Werner Kühl (SPD) will demnächst in einer Sitzung seines Gremiums darüber beraten lassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen