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Husumer Nachrichten

24. November 2017 | 19:53 Uhr

Schwabstedt : Erneuter Ärger um die Tombola

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Konflikt zwischen der Schwabstedter Gemeindeführung und dem HGV flammt auf.

Gereizt und aufgeheizt war die Stimmung im Schwabstedter Fährhaus. 43 Zuhörer nahmen an der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung teil, eine lange Liste von Tagesordnungspunkten war abzuarbeiten. Für Zündstoff sorgte jedoch eine Debatte um den Handels- und Gewerbeverein Kirchspiel Schwabstedt (HGV). Bürgermeister Jürgen Meyer (FDP) hatte eigentlich eine gemeinsame Erklärung von HGV und Gemeindeführung vorlesen wollen, verzichtete aber vor dem Hintergrund erneuter Unstimmigkeiten darauf. Stattdessen verlas er folgende Erklärung: „Aus der Gruppe der Gemeindevertreter wird eine weitere Besprechung für nötig erachtet.“

Was war passiert? Die Gemeinde ist Mitglied im Handels- und Gewerbeverein Kirchspiel Schwabstedt (HGV), der den Bauernmarkt ausrichtet. Schon länger schwelen jedoch Konflikte innerhalb des Vereins. Auslöser waren vor allem Differenzen um die traditionelle Tombola. Dabei ging es im vergangenen Jahr um die Anmeldung, Nummerierung und die Einnahmen der Verlosung.

Nun hatten Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende im September dieses Jahres die Unterlagen des Vereins erneut eingesehen, „weil Bürger nicht geklärte Fragen an die Gemeindeführung herangetragen hatten“, wie Meyer es formulierte. Unter anderem stehen Fragen im Raum, ob denn die Tombola in diesem Jahr ordnungsgemäß angemeldet worden sei und die Lose durchnummeriert seien.

Was das Ergebnis dieser Prüfung ist, wollte Meyer auf Nachfrage unserer Zeitung nicht sagen. Lediglich, dass bei einem anschließenden Termin zwischen Gemeindeführung und HGV eine gemeinsame schriftliche Erklärung erarbeitet worden sei – eben jene, die der Bürgermeister auf der Sitzung nun doch nicht verlesen wollte. Denn: Zwischenzeitlich hatte Marktvogt Hans-Hermann Salzwedel aus Sicht der Gemeindeführung auf dem Bauernmarkt Ergebnisse verraten, über die eigentlich Stillschweigen vereinbart worden war. Über diesen Vorfall wollte sich Meyer nun mit den Fraktionsvorsitzenden und dem HGV-Vorsitzenden Marc Hansen austauschen, dies sei aber vor der Gemeindevertreter-Sitzung zeitlich nicht möglich gewesen. Dieses Gespräch soll nun nachgeholt werden. Der Bürgermeister erklärte während der Sitzung abschließend: „Ich möchte hier kein Porzellan zerschlagen.“

Und wie geht es jetzt weiter? „Alle müssen erstmal wieder an Bord sein“, erklärte Jürgen Meyer später auf Anfrage unserer Zeitung. „Und dann bin ich offen dafür, weiterzuverhandeln.“

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