zur Navigation springen

Blues satt in Joldelund : Erinnerung an Rory Gallagher

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Beim Guitar-Heroes-Festival im Joldelunder Dörpskrog heizten die Band of Friends – ehemalige Mitstreiter der Gitarren-Legende Rory Gallagher – und Ben Poole dem Publikum ordentlich ein.

Stars zum Anfassen – und das auf der Bühne des Joldelunder Dörpskrog. Dort, wo sonst plattdeutsches Theater zuhause ist oder die nicht minder beliebten Musicals der Grundschule aufgeführt werden, gaben sich Meister in Sachen Musik die Klinke in die Hand. Sie verwandelten das Domizil in eine „Rock-Blues-Hall“ der Extraklasse und ließen das Haus erbeben. Zum siebten Guitar-Heroes-Festival hatte Bäckermeister Gerd Lorenzen zusammen mit seinem Freund Arthur ter Avest wieder einige Größen der Szene in sein Heimatdorf Joldelund eingeladen.

Bevor der Hauptact, die „Band of Friends“ – alle musikalische Begleiter des 1995 verstorbenen, legendären Gitarristen und Sängers Rory Gallagher – die Bühne zu ihrem einzigen Auftritt in Schleswig-Holstein kraftvoll enterten, heizte der 28-jährige Gitarrist und Sänger Ben Poole aus England – dort zählt er zu den Ausnahmetalenten im Genre – mit seiner vierköpfigen Band ein. Die Gäste kamen vom ersten Ton an voll auf ihre Kosten. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sich die Musikbegeisterten direkt vor der Bühne im Takt zur Musik bewegten. Mit souliger Stimme und dem gewissen britischen Charme punktete der Bandleader. Den Song „Time Might Never Come“ widmete er einem seiner großen Idole, Gary Moore. Dabei ließ er seine Les Paul wimmern und jammern. Mit „Stay At Mine“ entführte die Vierer-Truppe in funkige Welten. Mit Bassist Mat Beable, dem Keyboarder Steve Watts und Schlagzeuger Craig Bacon begleiteten ihn drei erfahrene Musiker. Die Coverversion von Freddie Kings „Have You Ever Loved A Woman“ wurde zum Hörerlebnis. Pooles virtuoses Spiel auf seiner Akustik-Gitarre als Zugabe verzauberte. „Was kann jetzt noch kommen“, fragte Franziska Friedrichsen aus Flensburg begeistert. Doch die drei Herren der „Band of Friends“ legten noch eine Schippe drauf. Der temperamentvolle Bassist Gerry McAvoy, Drummer Ted McKenna und Gitarrist Marcel Scherpenzeel, sehr dicht am Spiel der Blues-Legende Gallagher dran, gaben alles. Sie interpretierten die unvergesslichen Songs des Meisters mit großer Intensität. Dabei fehlten „Last of the Independence“ ebenso wenig wie „Calling Card“ oder „Do you read me“. McAvoy entpuppte sich als wahrer „Show-Man“ und löste bei seiner Tanzeinlage mit einer Besucherin Jubelstürme aus. Er animierte das Publikum zum Mitmachen.

Ein weiterer Höhepunkt war eine spontane Session mit Ben Poole. „Echte Profis sind das. Ich kann nur staunen über ihr geniales Zusammenspiel“, so der Kommentar von Friedrich Mahnsen aus Lübeck. Ihn hatte es zum dritten Mal nach Joldelund gezogen. Ohne Zugaben lief am Ende nichts. „Ich bin richtig happy“, so der Kommentar von Gerd Lorenzen, den es immer wieder zum Tanzen in die Menge gezogen hatte.

Bewusst war der Auftaktabend des Guitar Heroes Festival in der warmen Gastwirtschaft gelegt worden. Bereits im kommenden Monat geht es ein ganzes Wochenende lang weiter in der urigen Scheune „Gerd’s Juke Joint“ (22., 23. und 24. April), für das es schon Karten im Vorverkauf gibt. Namen wie Krissy Matthews, Billy Walton Band, The Wake Woods, Vdelli, Geir-Arne Westby Band und The Heavy Hitters acoustic project lassen Kenner der Szene aufhorchen. Ticket-Hotline: 0172/9774708, www.jukejoint.joldelunder.de.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen