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Camping-Platz am Dockkoog : Erholungsort mit unsicherer Zukunft

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Letzte Saison für den Camping-Platz am Dockkoog? Der Pächter geht in Rente – und ob es einen Nachfolger gibt, ist unsicher.

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erstellt am 14.Apr.2017 | 14:00 Uhr

Es ist ein überschaubarer Camping-Platz mit familiärer Atmosphäre, direkt am Deich des Dockkoogs gelegen – und genau dieser Vorteil wird jetzt das Problem: „Wir wissen ja erst dann, wie es mit diesem Platz weitergeht, wenn der Wettbewerb zur Neugestaltung des Dockkoogs zu Ergebnissen geführt und der Umwelt- und Planungsausschuss zu einer Entscheidung gekommen ist“, sagt Christine Friedrichsen vom Gebäudemanagement des Bauamtes. Und das werde nun mal erst im Herbst der Fall sein.

Bis 15. Oktober ist der Platz, für den die – möglicherweise letzte – Saison vor zwei Wochen begonnen hat, geöffnet. Dann macht Pächter Gert Ulrich Hartmann die Anlage winterfest und gibt den Schlüssel im Rathaus ab. „Ich gehe in Rente – mit 71 Jahren wird es Zeit“, sagt Hartmann. Er wolle sich dann verstärkt um die Ferienwohnungen in seinem Bauernhaus auf Eiderstedt kümmern, wo der gebürtige Mainzer seit 26 Jahren mit seiner Frau lebt.

Jetzt sei für ihn genau der richtige Zeitpunkt zum Aufhören, so Hartmann. Ob es einen Nachfolger geben wird, weiß er nicht – und macht sich auch keine großen Gedanken darüber. „Das ist Sache der Stadt. Und hängt davon ab, wie der Deich verstärkt wird, ob das auf der Landseite geschieht oder nicht. Und ob es ein Hotel geben wird und wie groß das sein soll.“

Das präzisiert Christine Friedrichsen: „Wenn das Ergebnis des Wettbewerbs ist, das die Fläche ganz anders überplant ist, brauchen wir keinen Pächter mehr. Wenn die Fläche erst in ein paar Jahren anderweitig benötigt wird, müssen wir einen Pächter finden, der das auf Zeit macht – vielleicht sogar einen Urlauber, der Spaß daran hat“, so Friedrichsen. Und falls in der neuen Planung weiter ein Campingplatz enthalten sei, werde sich vielleicht auch ein Investor für das Gelände interessieren, der die Anlage modernisiert. „Die Fläche gehört der Stadt übrigens nicht ganz, ein Viertel davon ist Eigentum des Landes.“

Falls ein neuer Pächter – temporär oder auf Dauer – gefunden werden müsse, sei das eine der ersten Maßnahmen nach Entscheidung des Ausschusses. „Bis dahin macht eine Suche keinen Sinn, aber im Herbst drängt natürlich die Zeit“, sagt Christine Friedrichsen. Trotzdem ist sie zuversichtlich, dass die Stadt das bis zum Beginn der Saison 2018 schafft: „Der Campingplatz ist ja bekannt und in einem guten Zustand.“ Allerdings: „So lange sich die Badesituation am Dockkoog nicht ändert, kommen Familien mit Kindern nicht hier her“, sagt Gert Ulrich Hartmann. Diese Erfahrung habe er jedenfalls in den vergangenen Jahren machen müssen.

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