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Spielmannszug Hattstedt bei Weltmeisterschaft : Erfolgreicher Auftritt in Brasilien

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei den Weltmeisterschaften in Sao Paulo belegte der Spielmannszug Hattstedt einen sensationellen vierten Platz. Bis Mitternacht feierten sie ihren Erfolg mit den anderen Musikern bei Sambaklängen im Stadion.

Fast schon zuhause in den Arenen der Welt sind die jungen Akteure des Spielmannszuges Hattstedt. Ob 2006 in Südkorea, 2008 China, oder jüngst zu den Weltmeisterschaften der Weltorganisation für Musik-Show-Bands im Stadion von Braganza Paulista, nahe Sao Paulo, in Brasilien, sie zeigen für Deutschland Flagge und erregen als Exoten Aufsehen. „Eine Superleistung hat unsere junge Truppe hingelegt“, schwärmt Vorstandsmitglied Gerd Quint. Der als Beisitzer im Verein tätige, frühere langjährige Kassenwart, war mit auf dem elftägigen Trip im Land der Samba-Rhythmen und der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft. „Vierter Platz mit 82,8 Punkten unter 17 Startern in der Marschwertung, achter in der Showwertung mit 83,2 Punkten, was will man mehr“, stellt Quint fest. Tatsächlich gehörten die Spielleute zu den Besten der Besten. 2013 hatten sie sich beim Deutschen Musikfest in Chemnitz für die WM qualifiziert. Nun standen sie als einer von 26 der besten Züge der Welt und einziger aus Deutschland im vollbesetzten Stadion, gaben alles und ernteten immer wieder Riesen-Applaus. Jubelnd fielen sich die 34 Spieler zwischen zwölf und 26 Jahren in die Arme, als am Ende die Ergebnisse bekanntgegeben wurden. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern aus vielen Nationen feierten sie direkt nach der Ehrung bis Mitternacht. Querbeet tanzten sie zu Sambaklängen durch die Arena. Spontane Polonaisen wurden vom Publikum mit Beifall belohnt. Kein Neid, so beschreibt es Quint, sei untereinander aufgekommen, als von den vollen Tribünen immer wieder „Alemanja, Alemanja“ erschallte.

„Das war ein unbeschreibliches Gefühl. Die Eindrücke werden noch lange nachklingen. Wir haben das eigentlich noch gar nicht realisiert“, bringt es Jugendwartin Melanie Falten auf den Punkt. Sie ist nicht minder stolz auf die Leistungen der Mannschaft, und dass, obwohl längst nicht alle mitfahren konnten. Im Vergleich zu anderen Auftritten war der Zug eher schwach besetzt gewesen. Umso mehr zählten dann die guten Ergebnisse.

Untergebracht waren die Hattstedter Spielleute in einer kirchlichen Einrichtung der Deutschen Minderheit in Sao Paulo. Die Aktiven des befreundeten Lyra-Verein hatten ein Rahmenprogramm mit Vorträgen und Ausflügen organisiert. Der Vorsitzende der Minderheit, Helmuth Stapf, begleitete die muntere Truppe aus Nordfriesland überall, nicht zuletzt um zu dolmetschen. „Jugendaustausch vom Feinsten. Es haben sich auch wieder viele Freundschaften untereinander entwickelt“, stellt Quint fest.

Er hofft, zum 12. Internationalen Musikfest 2016 auf dem Hattstedter Mikkelberg eine Marching Band aus Brasilien begrüßen zu dürfen. Einladungen wurden ausgesprochen. Die Finanzierung des Brasilien-Trips erfolgte übrigens aus Vereinsmitteln, Zuschüssen und Sponsorengeldern.

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