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Beispiel für das ganze Land : Erfolgreich aktiv gegen Katzenelend

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Pilotprojekt „Katzenkastration“, bei dem es Zuschüsse zu einer Operation gegeben hat, ist nach vier Jahren in Nordfriesland zu Ende gegangen, da nun das Land die Idee übernommen hat.

Nach vier Jahren hat der Kreis Nordfriesland eine positive Abschlussbilanz seines Pilotprojektes zur Katzenkastration gezogen. „Seit 2011 wurden im Kreisgebiet insgesamt rund 900 Gutscheine mit Zuschüssen für die Kastration von Katzen ausgegeben und abgerechnet. Aufgrund der Förderung durch die Amtsverwaltungen und die praktizierenden Tierärzte mussten die Katzenbesitzer statt 125 nur 75 Euro für die Operation bezahlen“, erläutert Malte Hansen aus dem Ordnungsamt des Kreises Nordfriesland. Der Kreis hatte diese Aktion federführend organisiert.

„Gemeinsam haben wir massenhaftes Katzenelend verhindert“, freut sich Dr. Dieter Schulze, der Leiter des Fachdienstes Veterinärwesen des Kreises. „Doch unser größter Erfolg besteht darin, dass das Land Schleswig-Holstein unsere Idee aufgegriffen und eine landesweite Aktion zur Kastration von Katzen ins Leben gerufen hat.“ Als Partner beteiligen sich das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Schleswig-Holstein, der Landestierschutzverband Schleswig-Holstein, der Harald-Nolte-Vogelschutz-Fonds der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die Kommunalbehörden, die praktizierenden Tierärzte sowie ein privater Spender.

Nachdem das Land das Heft in die Hand genommen hat, legt der Kreis Nordfriesland seine eigene Kastrationsaktion nicht mehr auf. 2014 stellten die nordfriesischen Ämter und die Stadt Husum sowie die Tierärzte insgesamt 428 Gutscheine bereit, von denen 281 in Anspruch genommen wurden. Dafür haben die beteiligten Ämter und die Tierärzte jeweils 7025 Euro zur Verfügung gestellt.

„Das ist gut angelegtes Geld: Eine Katze kann einschließlich Kindeskindern bis zu 35 Nachkommen im Jahr haben. Gehen wir auch nur von 20 Welpen pro Tier aus, hat die Verhütung jedes einzelnen Katzenwelpen lediglich 2,50 Euro gekostet. Das ist ein geringer Preis dafür, dass ihnen ein schlimmes Schicksal erspart worden ist: Freilebende Katzen leiden sehr häufig an Hunger und fast durchgängig an Krankheiten und Parasiten, was sie aber nicht davon abhält, sich weiter zu vermehren“, erläutert der Koldenbütteler Tierarzt Dr. Peter-Nahne Jens. „Der Gewinner dieser Aktion ist der Tierschutz“, so Landrat Dieter Harrsen.

Die Kastrationsaktion auf Landesebene ist anders organisiert als die des Kreises: Sie wird nicht mehr über die Ämter, sondern über die Tierärzte abgewickelt. Außerdem werden die Kastrationskosten für herrenlose Katzen und Kater sowie für die Tiere von Empfängern existenzsichernder Leistungen vollständig übernommen. Alle anderen erhalten einen Zuschuss von 25 Euro auf die Kastration einer weiblichen Katze – so lange das Geld ausreicht.

 

Für die landesweite Aktion ist ein Sonderkonto bei der Tierärztekammer Schleswig-Holstein eingerichtet: IBAN: DE61 2186 0418 0033 2005 58, BIC: GENODEF1RHE.

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erstellt am 03.Feb.2015 | 13:00 Uhr

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