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Ringreiten in St. Peter-Ording : Er ist zum dritten Mal König der Könige

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nils-Broder Greve aus Oldenswort erringt den höchsten Titel der Eiderstedter Ringreiter in St. Peter-Ording. Tating holt den Mannschaftspokal.

Nils-Broder Greve von der Gilde Oldenswort war bei diesem Königsringreiten einfach der Beste unter den Königen der Ringreitervereine der Landschaft Eiderstedt. Nach 2007 und 2010 gelang es ihm sich wieder den höchsten Titel zu sichern. Schon die erste Runde führte er nach 20 Umläufen an. Er hatte jedesmal den Ring auf der Lanze gehabt. Insgesamt waren 27 Männer und Frauen aus den neun Ringreitervereinen der Halbinsel angetreten. Gemäß Regel kommen die sechs besten in das kleine Finale. Da aber drei den sechsten Platz mit je 14 Ringen belegten, entschieden die Verantwortlichen unter Vorsitz von Reimer Hennings, auch diese daran teilnehmen zu lassen. Am Ende qualifizierten sich Jan Sievers (18 Ringe), Jörg Jessen (21) und Nils-Broder Greve (22) für das Finale. Hier gilt: Wer zuerst mindestens drei Ringe gestochen hat, ist König der Könige. Und das gelang Nils-Broder Greve nach einem spannenden Duell. Vorjahressieger Jan Sievers übergab ihm Federhut, Schärpen und Königskette. Das Pferd erhielt einen Eichenlaubkranz, und Nils-Broder Greve aus den Händen des stellvertretenden Landrats Jörg Friedrich von Sobbe die „Goldene Lanze“.

Seit 1971 gehörte der erste Augustsonntag eines Jahres in St. Peter-Ording den Ringreitern. „Fiete Lilienthal un Friedrich Johannsen hebbt dat in Gang bröcht. Hüüt is Ringrieden een Gestaltungsmerkmal in uns Landschop Eiderstedt.“ So fasste es der ehemalige Kreispräsident Albert Pahl im Reigen der Grußworte beim Kommers der Ringreiter im Olsdorfer Krug zusammen. Jörg Friedrich von Sobbe, Bürgervorsteher Boy Jöns, Hilke Herzberg für das Museum Landschaft Eiderstedt, Hans Meeder für den Heimatbund, Conrad Hamkens als ehemaliger Oberdeichgraf für den Deich- und Hauptsielverband (DHSV) hatten schon vor ihm die passenden Worte für diesen Traditionssport gefunden. Zuvor hatte Matthias Kiepke, Vorsitzender vom gastgebenden Reiterverein St. Peter-Ording, der gleichzeitig die Nordseepferdeschau veranstaltet, die Anwesenden begrüßt. Er betonte, dass dieser Tag des Pferdesports mit seinen vielen Besuchern eine echte Herausforderung für den Verein geworden ist. Reimer Hennings dankte ihm und seinem Verein sowie Olaf Lilienthal als Betreiber der Anlage Dreililien sowie dem DHSV. Das Reitgelände befindet sich nämlich in dessen Besitz. Sein Dank galt ebenso Gemeinde und Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording.

Im Mittelpunkt des Kommers stand dann erst einmal Vorjahreskönig Jan Sievers. Auch das ist Tradition, ihn noch einmal zu würdigen. Besonderer Dank ging an Matthias Kiepke, der die Aufgabe des Feldführers übernommen hatte sowie an die Tetenbüller, die in diesem Jahr den Aufbau bewerkstelligt hatten. Geritten wurde auf der Weide gegenüber dem Turnierplatz, da der Sandplatz zu matschig war.

Mittags startete dann der große Umzug mit den Teilnehmern des Ringreiten durch das Dorf, begleitet vom Musikzug Wesselburen. Im „Zum Landauer“ traf man sich abschließend zur Siegerehrung und Feier. Reimer Hennings lobte den Verlauf und die Unterstützung von allen Seiten und das Mitwirken der vielen Helfer. Er würdigte Nils-Broder Greve: „Bi dat Steeken heff ik dacht: Nu stick he vörbi. Aber nee. Du büst unse verdeente König.“ Der Mannschaftspokal ging an die Tatinger mit Schirin Boyens, Nanke Schreiber und Frank Broders. 40 Ringe hatten sie gestochen.

Die Nordseepferdeschau hatte bereits am Morgen um neun Uhr mit dem Senioren-Cup-Springen der Klasse E und A begonnen. Ab 14 Uhr gab es dann ein buntes Programm mit den Voltigierern der Husumer Bucht, einem Parcoursspringen der Klasse L mit Stechen (17 Teilnehmer) sowie einem großen Barrierespringen und mehr. Das Zuschauerecho war höchst positiv. Gerd Richter mit Ehefrau, Tochter und Enkelin Mia aus Kiel sind öfter in St. Peter-Ording und waren jetzt zum zweiten Mal bei der Nordseepferdeschau dabei. „Schön, dass diese Tradition weitergeführt wird“, war ihr Kommentar.

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