Ehemaliges Hertie-Gelände : Entwicklung aus dem Herzen der Stadt

Das frühere Hertie-Gebäude.
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Das frühere Hertie-Gebäude.

Am Donnerstag, 29. Januar, ist das ehemalige Hertie-Gelände in Husum Thema im Umwelt- und Planungsausschuss. Bürgermeister Uwe Schmitz setzt auf reges Interesse bei den Bürgern.

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25. Januar 2015, 10:15 Uhr

Das Areal hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Der schleichende Niedergang des Kaufhaus-Riesen Karstadt – über Karstadt Kompakt zu Hertie und schließlich in die Insolvenz – ist vielen Husumern, vor allem den früheren Mitarbeitern, noch schmerzvoll in Erinnerung. Außerdem hinterließ die Schließung der Hertie-Filiale eine tiefe Wunde im Erscheinungsbild der Innenstadt. Gemeinsam mit einer Handvoll Kaufleuten erfüllte Peter Cohrs das leerstehende Haus im Stadtzentrum dann wieder mit Leben, als er dort 2010 das Husumer Kaufhaus eröffnete. Parallel wurde weiter nach einem Investor gesucht, und weil nicht nur das Gebäude selbst, sondern das gesamte Areal von städtebaulicher Bedeutung ist, war es auch immer wieder Gegenstand von Diskussionen in den städtischen Gremien. Nicht zuletzt deshalb hofft Bürgermeister Uwe Schmitz auch für die nächste Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses am Donnerstag, 29. Januar, auf rege Interesse seitens der Öffentlichkeit. An diesem Tag werden die Projektbeteiligten im Ratssaal des Rathauses über den aktuellen Stand der Planungen zum ehemaligen Hertie-Gelände berichten. Beginn: 17 Uhr. Drei Fragen an Uwe Schmitz:

Was macht gerade dieses Quartier so wichtig? Und warum legen Sie so großen Wert darauf, dass möglichst viele Bürger über dessen Entwicklung informiert werden?

Schmitz: Die Entwicklung beziehungsweise Gestaltung des Quartiers tangiert Husum in vielerlei Hinsicht. Es liegt im Herzen der Stadt – das eine Ende des früheren Hertie-Areals liegt an der Großstraße, das andere am Torhaus beziehungsweise beim Schloss vor Husum. Gleichzeitig wird das Ziel, Kaufkraft in Husum zu binden oder diese sogar noch zu erhöhen, zwangsläufig Auswirkungen auf den Verkehr haben. Insofern wird ein Großteil der Bevölkerung von diesem Jahrhundertprojekt zumindest mittelbar berührt. Deshalb ist es nur konsequent, wenn die Husumer von Beginn an und zu jeder Zeit über die Planungen informiert werden. Dann können am Ende (fast) alle sagen sagen: In unserem Husum ist etwas Großes entstanden.

Hat es schon mal eine Quartiers-Planung gegeben, bei der so viele private und öffentliche Interessen miteinander abgeglichen werden mussten? Und wie kann das sinnvoll geschehen?

Kurze und knappe Antwort: Nein – das hier ist Champions League. Unbedingt erforderlich ist daher auch ein professionelles Projektmanagement mit der Festlegung von Zuständigkeiten und Beteiligungen. Zudem wird es einen konkreten und realistischen Zeitplan geben müssen, der im Hinblick auf die Erreichung von Etappenzielen überprüft und nötigenfalls auch hinterfragt werden muss.

Wann rechnen Sie mit ersten sichtbaren Ergebnissen?

Diese Frage ist gemein. Die Eröffnung der Einkaufspassage ist nach wie vor für das Jahr 2018 vorgesehen. So hat es auch schon in den Husumer Nachrichten gestanden. Von da aus gilt es im Rahmen des bereits erwähnten Projektmanagements zurückzurechnen und einen Zeitplan für die einzelnen Entwicklungsschritte zu erstellen. Diesen Plan gibt es noch nicht und insofern versuche ich, dieses Fettnäpfchen geschickt zu umgehen. Jedes Datum wäre an dieser Stelle frei erfunden.

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