Stimmung nach der Wahl : Enttäuschung bei der Bredstedter SPD

In Bredstedt konnten einige Fraktionen ihre Wahlziele nicht erreichen.
In Bredstedt konnten einige Fraktionen ihre Wahlziele nicht erreichen.

CDU und WGB beginnen mit Gesprächen über die mögliche Nachfolge von Bürgermeister Knut Jessen.

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08. Mai 2018, 14:00 Uhr

Von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt – am Tag nach der Wahl ergeben sich die ersten Stimmungsbilder bei den Bredstedter Fraktionen.

Die SPD bemühte sich mit Hinblick auf ihre Stimmverluste (18, 5 Prozent: -4,3 Prozent) um Optimismus: „Angesicht der Ergebnisse auf Kreisebene müssen wir trotzdem zufrieden sein und nun schauen, wo wir Verbündete finden“, sagte Fraktionsvorsitzender Harald Rossa.

Auch nur einigermaßen zufrieden gab sich die CDU mit ihrem Wahlergebnis (29,5 Prozent): „Grundsätzlich sind wir natürlich froh darüber, dass wir den Abstand auf die Wählergemeinschaft reduzieren und drei Direktmandate für uns holen konnten“, sagte Fraktionsvorsitzender Christian Schmidt. „Das eigentliche Wunschziel war es aber, die WGB als stärkste Fraktion ablösen zu können.“ In den nächsten Tagen werde man mit den Fraktionen zusammentreten, um vor allem über die Bürgermeister-Frage zu beraten: „Wir haben nun 20 Stadtverordnete in der Stadtvertretung, da ist diesbezüglich noch alles offen“, sagte Schmidt, der sich selbst bereits als Nachfolger von Knut Jessen positioniert hatte.

Fröhliche Gesichter gab es bei der Wählergemeinschaft Bredstedt: Sie konnte sieben Direktmandate gewinnen und ist nunmehr seit 25 Jahren stärkste Fraktion der Stadt. „Wichtig ist, dass wir wieder mehr Leben in die Ausschüsse bekommen“, kündigte Vorsitzender Dr. Edgar Techow die nächsten Tätigkeiten nach dem Wahlerfolg (33,3 Prozent) an. „Morgen habe ich ein erstes Gespräch mit Christian Schmidt, und dann wird man sehen“, erklärte Techow.

„Naja, es war ja ein zu erwartendes Ergebnis“ sagt Bredstedts Einzelbewerber Dieter Frankenstein über sein Wahl-Resultat. Der aus Berlin stammende Gründer und Sprecher der „Initiative zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge“ musste sich mit 2,2 Prozent Stimmenanteil zufrieden geben. Trotz der Wahlschlappe möchte Frankenstein seine kommunalpolitischen Ziele, darunter die Verbesserung der direkten Bürgerbeteiligung, in Zukunft noch intensiver verfolgen. „In fünf Jahren werde ich mit einer neu gegründeten Wählerinitiative und einer eigenen Liste zur Kommunalwahl antreten“, kündigt er an. „Die Straßenausbaubeiträge waren ja nur ein Thema, mit dem wir gestartet sind. Und die Interessengemeinschaft wird es weiterhin geben“, versichert der Bredstedter.

Die konstituierende Sitzung der Bredstedter Stadtvertretung ist für den 21. Juni geplant.

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