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Olderup : Entscheidung über Anbau für Feuerwehrhaus vertagt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In der Gemeindevertretung wurde eine alternative Variante nach vorn in Richtung Straße vorgestellt – die Kostenschätzung beläuft sich auf rund 90.000 Euro.

Erneut in der Gemeindevertretung diskutiert und abermals verschoben wurde das Thema Anbau an das Feuerwehrgerätehaus. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte Wehrführer Martin Cardell deutlich gemacht, dass das Domizil aus allen Nähten platzt. Nicht alle Einsatzkräfte könnten ihre Dienstkleidung im Gerätehaus lassen. Also müssen sie mit nach Hause genommen werden, nach einem Einsatz auch dort gesäubert werden. Hinzu komme: Das Einsatzfahrzeug sowie ein Anhänger, der nur als Materiallager genutzt wird, nehmen die komplette Halle ein. Für den Aufbau einer Werkbank oder die Unterbringung von Werkzeug und Material besteht keine Möglichkeit. Wenn Reparaturen erforderlich werden, müssen die Fahrzeuge solange draußen abgestellt werden. Manches wird sogar in der privaten Garage erledigt.

Abhilfe könnte, so der damalige Vorschlag, ein Anbau im hinteren Grundstücksbereich bringen. Doch die Idee stieß schon seinerzeit im Gremium nicht auf Gegenliebe, insbesondere weil dadurch auch ein Teil des Gemeindehauses hätte mit umgebaut werden müssen – ganz zu schweigen von den höheren Kosten. Der Gemeinde-Chef Thomas Carstensen hatte den Feuerwehrleuten die Hausaufgabe mitgegeben, konkrete Zeichnungen einzureichen. Die lagen nun mit einer Anbau-Variante nach vorn in Richtung Straße – die Kostenschätzung beläuft sich auf rund 90.000 Euro – vor. Dabei wird eine Halle allein für das Fahrzeug vorne als Verlängerung des bisherigen Gebäudes angebaut. Alles andere könnte bleiben.

Von der Alternative – Ausbau an der Rückseite des Feuerwehrhauses – habe man sich inzwischen grundsätzlich verabschiedet, so der Wehrführer. Die Kosten hätten bei 150.000 Euro gelegen.

„Damit könnte ich gut leben“, so Bürgermeister Thomas Carstensen. Von der Optik her, wandte Vertreter Frank Petersen ein, halte er einen Anbau nach vorn für nicht gut. Die Gestaltungsmöglichkeiten auf dem hinteren Grundstück seien nach seiner Meinung nach größer. Thomas Thiesen riet: „Wenn wir vorne anbauen, lasst uns größer planen. Wir müssen in Zukunft auch an die Anschaffung eines größeren Fahrzeuges denken.“ Das wiederum, so der Bürgermeister, könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht planen, zumal auch in Bezug auf die drei Feuerwehren der Osterdörfer Olderup, Arlewatt und Horstedt, die immer enger zusammen arbeiten, noch nicht klar ist, wo überhaupt ein größeres Fahrzeug benötigt werde. Es gebe noch keine konkreten Ansätze. Um nichts übers Knie zu brechen, schlug er eine Vertagung vor. „Macht Euch noch mal Gedanken in alle Richtungen“, so sein Hinweis an die Blaujacken.

Einstimmig segnete das Gremium den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für den B-Plan Nr. 2 in fünfter Änderung für das Gebiet Dörplotten, nördlich vom Gröne Wech und westlich vom Norderwech, ab, nachdem Einwendungen nach zuvor erfolgter Beteiligung der Öffentlichkeit nicht erhoben wurden. Die Änderung, so erläuterte der Bürgermeister, sei erforderlich gewesen, weil ein Eckgrundstück aufgrund des Antrages eines Anliegers zu Bauzwecken um etwa 150 Quadratmeter vergrößert werden musste. „Der jetzige B-Plan hätte das nicht hergegeben. Mit der Baubehörde wurde das abgeklärt“, so Carstensen.

Schließlich genehmigten die Vertreter einmütig die über- und außerplanmäßigen Aufwendungen für 2016 sowie den Jahresabschluss 2016. Der sich ergebende Überschuss von 12.968 Euro soll der allgemeinen Rücklage zugeführt werden. Die Ergebnisrechnung 2016 schließt mit einer Verbesserung von 78.968 Euro ab. Der Haushalt 2016 wies einen Fehlbetrag von 66.000 Euro aus, der nun bereinigt werden konnte. „Wir verfügen über einen Kassenbestand von 584.113,58 Euro, so dass wir Investitionen ohne Darlehen tätigen können“, erklärte der Bürgermeister. Die ausgeglichenen Finanzen würden maßgeblich von den Einnahmen aus der Gewerbesteuer der Windkraftbranche resultieren.

Weiter informierte Carstensen, dass inzwischen in Auftrag gegebenen Sanierungsarbeiten des Festplatzes Dörplotten abgeschlossen worden seien. Wegen Wasserproblemen musste eine neue Drainage her. 5.000 Euro habe das gekostet.

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