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Finanzamt Nordfriesland : Entscheidung rückt näher

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Vier mögliche Optionen für den künftigen Standort des Finanzamtes Nordfriesland hat jetzt eine Arbeitsgruppe vorgelegt. Nach den Vorstellungen der Landesregierung soll es möglichst nur eine Adresse geben.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 07:00 Uhr

Zur Vorbereitung der Entscheidung über den künftigen Standort für das Finanzamt Nordfriesland hat die von Landrat Dieter Harrsen geleitete Arbeitsgruppe jetzt ihre Ergebnisse an das schleswig-holsteinische Finanzministerium übermittelt.

Auf Grundlage eines systematischen Vergleichs von zwölf verschiedenen Unterbringungsvarianten zeichnen sich nun vier mögliche Optionen ab, die von der Arbeitsgruppe auf Basis der bisherigen Informationen und Bewertungen als „gut geeignet“ beurteilt werden: Eine Variante mit einer optimierten Unterbringung des Finanzamtes an den bisherigen Standorten Husum und Leck sowie drei Unterbringungsvarianten einer Vollkonzentration des Finanzamtes Nordfriesland an den Standorten Bredstedt, Leck oder Husum. Die Kriterien zur Beurteilung der Varianten umfassen unter anderem eine Kostenanalyse, die infrastrukturelle Anbindung sowie organisatorische Verbesserungsmöglichkeiten.

Die betroffenen Städte und Gemeinden waren an jeder Phase des Ermittlungs- und Bewertungsprozesses beteiligt. „Auch die Gewichtung der Ergebnisse haben wir im engen Dialog mit ihnen abgestimmt“, betont Landrat Harrsen. „Jetzt fehlen nur noch baufachliche Prüfungen und -berechnungen, die nur die für das Gebäudemanagement des Landes zuständige GMSH durchführen kann. Wir haben dem Finanzministerium hierzu Fragen vorgelegt.“

Finanz-Staatssekretär Thomas Losse-Müller dankte dem Landrat und den Mitgliedern der Arbeitsgruppe für deren intensive Arbeit: „Alle Beteiligten haben eine gute Grundlage geschaffen, damit wir zu einer zukunftsfähigen Organisation für das Finanzamt Nordfriesland kommen können. Dass vier Varianten relativ dicht beieinander liegen, zeigt, wie schwierig die Entscheidung ist. Im nächsten Schritt werden wir die Ergebnisse nun auswerten und die noch offenen Fragen einer Prüfung unterziehen. Dieser Prozess wird voraussichtlich im Frühjahr abgeschlossen sein. Vor einer abschließenden Entscheidung werden wir dem Kreis und den betroffenen Gemeinden aber nochmal Gelegenheit geben, zum Ergebnis unserer Prüfung Stellung zu nehmen. Bei der Entscheidung über die Standortfrage haben die Kosten, aber auch regionalwirtschaftliche Aspekte aus Sicht der Landesregierung ein besonders hohes Gewicht. Wir wollen eine moderne und leistungsstarke Steuerverwaltung und zugleich eine gute Entscheidung für die Region.“

Die Veränderungen am Finanzamtsstandort Nordfriesland sind Teil der umfassenden Modernisierung der schleswig-holsteinischen Steuerverwaltung im Rahmen des Konzepts „Zukunft Steuerverwaltung 2020“. Im November 2012 hatte die Landesregierung festgelegt, dass ein Standort in Nordfriesland erhalten bleiben, die stark ausgeprägte Zergliederung jedoch überwunden werden soll.

Bislang verteilt sich das Finanzamt an seinem Hauptsitz in Leck und der Außenstelle in Husum auf sieben Gebäude: vier in Leck sowie drei in Husum. Dies führt zu erheblichen Beeinträchtigungen bei der Organisation.

Landrat Harrsen hatte die Aufgabe übernommen, in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern des Finanzministeriums, des Kreises und des Finanzamts Nordfriesland mögliche Lösungen zur Standortfrage zu ermitteln.

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