Bienenwiese eingesät : Engagierte Bürger wollen Husum blühen lassen

Ulrike Lengwenat und Frank Hofeditz säen die Spezialmischung aus.
Ulrike Lengwenat und Frank Hofeditz säen die Spezialmischung aus.

Die Gruppe „Husum blüht“ will die Stadt auf ökologische Art grüner machen.

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31. August 2018, 14:10 Uhr

Den Bienen fehlt der Lebensraum – und engagierte Bürger sind entschlossen, das zu ändern. Am Klopstockplatz wurde eine 800 Quadratmeter große Bienenwiese mit Wildpflanzen eingesät, ehrenamtlich und mit Unterstützung der Stadt. In Anwesenheit von Bauamtsleiter Jörg Schlindwein und Dirk Dibbern, Teamleiter beim Kommunalen Servicebetrieb Husum (KSH), wurde das Areal von der Gruppe „Husum blüht“ insektenfreundlich gestaltet. Blumen und Gräser sollen den gefährdeten Fliegern Lebensraum in der Storm-Stadt schaffen. Und es ist nicht das einzige Projekt.

„Unsere Gruppe hat inzwischen zwölf Mitglieder“, berichtet Ulrike Lengwenat. Auslöser der Gründung sei der Dokumentarfilm „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ gewesen, den der Filmclub im April gezeigt hat und der ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ansätze aufzeigt, mit denen den globalen Problemen begegnet werden kann. Im Anschluss bildeten sich verschiedene Arbeitsgruppen, unter anderem zum Thema Landwirtschaft. „Und aus der ist ,Husum blüht‘ hervorgegangen“, so Lengwenat.

Die Bienenwiese am Klopstockplatz ist schon die zweite ihrer Art: Eine weitere, mit 100 Quadratmetern allerdings wesentlich kleinere Fläche, ist bereits am Ostfriedhof entstanden. „Und als nächstes steht die Pflanzung eines Hochbeetes mit Gemüse in der Volquart-Pauls-Straße auf dem Plan.“ Das sei zugleich ein soziales Projekt, weil die Bewohner des Altenheims dort mit einbezogen werden sollen. „Die können das Gemüse dann ernten“, sagt Ulrike Lengwenat. Wobei das selbstverständlich auch allen anderen Bürgern freistehe.

„Langfristig arbeiten wir auf ,urban gardening‘ hin, wollen Flächen in der Stadt ökologisch sinnvoll begrünen.“ Und da das auch auf der Agenda der Verwaltung steht, hilft die nicht nur in Form von Unterstützung der Gruppe durch den KSH, sondern auch durch die Bereitstellung geeigneter Areale und den Ankauf speziellen Saatguts. Wobei die Gruppe selbst auch noch tatkräftige Mitstreiter gebrauchen kann: „Wer noch mitmachen möchte, kann sich gerne per E-Mail an hofeditz.husum@web.de bei mir melden“, sagt Grünen-Fraktionschef Frank Hofeditz. Er ging übrigens selbst mit gutem Beispiel voran – und ist seit gestern das neueste Mitglied von „Husum blüht“.

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