zur Navigation springen

Menschen des Jahres 2015 : Endspurt bei der Wahl

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Noch bis Sonntagnacht können die Leser bestimmen, wer „Mensch des Jahres 2015“ der Husumer Nachrichten wird. Fünf Kandidaten sind im Rennen.

von
erstellt am 19.Nov.2015 | 20:38 Uhr

Bald ist es entschieden: Am Sonntag, 22. November, um 24 Uhr endet die Abstimmung darüber, wer als „Mensch des Jahres 2015“ der Husumer Nachrichten gekürt wird. Fünf Kandidaten, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl stark machen, sind dafür im Rennen.

Wer einen Blick auf die Liste seiner Ehrenämter wirft, mag kaum glauben, dass auch sein Tag nur 24 Stunden hat. „Ich möchte zum Wohlergehen der alten, kranken und hilfsbedürftigen Menschen in der Gemeinde beitragen“, sagt Hans-Peter Henkens – und legt sich als Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Mildstedt dafür ordentlich ins Zeug. Nach der Ferienwoche, die er mit seinem 868 Mitglieder starken Ortsverein jedes Jahr für bis zu 120 Kinder organisiert, richten mittlerweile viele Familien ihren Sommerurlaub aus. Eine Menge Aufwand steckt Henkens auch in die Vision von einem Wohnumfeld, in dem alle Mildstedter so vernetzt sind, dass gegenseitige Unterstützung zur Selbstverständlichkeit wird. Auch auf politischer Ebene setzt der 61-Jährige alles daran, seine Gemeinde voranzubringen.

Der Winderthof in Lütjenholm sieht nicht so aus, wie man sich ein Tierheim normalerweise vorstellt. Katzen haben ihre eigenen Zimmer, Hunde liegen vor dem knisternden Kamin, Pferde grasen im idyllisch angelegten Garten. Und vor allem finden die Tiere dort ein neues Zuhause, die anderswo möglicherweise keine Chance mehr hätten: Behinderte und kranke Tiere, bissige Hunde oder Wildkatzen. Seit 1996 betreibt Simone Niklas den Winderthof. Finanziert wird dieser durch eine Tierpension und Spenden, die ausschließlich in Futter und Tierarztkosten fließen. Doch Simone Niklas sieht nicht nur die Hilfe für die Tiere: „Alles hier kommt auch Menschen zugute“, sagt sie. Viele Helfer sind bereits seit vielen Jahren dabei – und kommen immer wieder. „Denn es gibt ihnen selbst etwas“, ist sie sich sicher.

Es war ein trauriger Anlass, der den Einhandsegler Dr. Matthias Schenke seiner jüngsten Passion zuführte. Als kurz nacheinander seine Schwiegereltern starben, wollte seine Frau als getaufte Christin die Trauerfeiern selbst gestalten. Bei der Suche nach einer geeigneten Musik stießen die beiden auf Boglàrka Pecze. Schenke war von der ungarischen Klarinettistin derart begeistert, dass er sie und ihre Kolleginnen Eva Borsch (Cello) und Sun-Young Nam (Klavier) zum Konzert nach Husum einlud. Seither verfolgt er die Karriere vom „Trio Catch“ mit enthusiastischer Fürsorge. Mehr noch: Damit sie in Hamburg einen festen Probenraum bekommen, kaufte er für Sun-Young Nam einen Steinway-Flügel. Und für 2016 plant er in Husum ein Festival für neue Musik ab 1999 – mit dem „Trio Catch“, versteht sich.

Kaum war bekannt, dass in der Stapelholmer Kaserne in Seeth Flüchtlinge untergebracht werden sollen, rief die 47-jährige Andrea Timm-Meves aus Seeth ihre Reitergäste zu Spenden auf. Und als einen Tag später die ersten Asylsuchenden in der provisorischen Erstaufnahme-Einrichtung des Landes ankamen, da gehörte sie zu den Freiwilligen, die sofort halfen. Am Wochenende war sie mit ihrer Tochter täglich 18 Stunden in der Kaserne, organisierte die erste Kleiderkammer und war gefragte Ansprechpartnerin für die Menschen, denn anfangs lief längst noch nicht alles rund. Da gab es beispielsweise in einem Gebäude Babywindeln, doch davon wusste niemand etwas in einem anderen Haus. Heute arbeitet Andrea Timm-Meves beim Roten Kreuz in Seeth – und kümmert sich weiter um die Flüchtlinge.

Dank ihnen ist Eiderstedt um eine große Attraktion reicher, dank ihnen können sich viele Einrichtungen in der Region einen Extrawunsch erfüllen: dank der Eiderstedter Landfrauen. Im Juli veranstalten sie den Spezialitätenmarkt in Garding. Ein kulinarisches Ereignis, nach dem viele Urlauber ihre Ferien planen. Seit 1975 zaubern die Landfrauen jedes Jahr das Büfett der regionalen Köstlichkeiten. Das ist immer viel Arbeit. Der Erlös kommt anderen Menschen zugute. Denn seit 1978 unterstützen die Landfrauen damit karitative und kulturelle Einrichtungen. Von Anfang dabei sind Elisabeth Ketels und Irmgard Nissen. Hilge Zimmermann hat 15 Jahre lang den Markt im Team organisiert, heute ist Dörte Rickerts Marktleiterin. Stellvertretend ist sie die Kandidatin für unseren Menschen des Jahres.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen