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Friedrichstadt : Endlich auf dem Marktplatz surfen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ab sofort gibt es im Herzen Friedrichstadt freien Zugang ins Internet.

von
erstellt am 21.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Entspannt im Café beim Cappuccino oder am Grachtenufer in der Sonne sitzen, das Mobiltelefon in der Hand oder den Laptop auf dem Schoß – und dann einfach lossurfen. Ohne Zeit- und Datenbegrenzung. Das wünschen sich viele Friedrichstädter und auch Touristen schon seit Jahren. Jetzt ist er endlich installiert – der W-Lan-Hotspot rund um den Marktplatz, der ab sofort freien Zugang ins Internet ermöglicht.

„Friedrichstadt hatte das Thema schon länger auf der Agenda“, erklärt Stadtmanagerin Kerstin Lamp. „Doch mittlerweile konnten alle Hürden aus dem Weg geräumt werden. Zudem hat meine Vorgängerin Annika Müller viel Herzblut in die Verwirklichung des freien Internets in der Innenstadt gesteckt.“ Eine entscheidende Hürde war die sogenannte Störerhaftung, die Betreiber eines W-Lan-Hotspots bislang für die illegalen Handlungen von Nutzern mitverantwortlich gemacht hat. Das verunsicherte viele Gemeinden. Mit einer Änderung des Telemediengesetzes durch den Bundestag wurde diese Störerhaftung nun abgeschafft. Die Investitionskosten für Verkabelung, Elektronik und Installation belaufen sich auf rund 2000 Euro. Finanziell unterstützt wurde die Stadt von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland. „Bei der Montage der Antenne, die sich auf dem Dachboden des Rathauses befindet, haben die Mitarbeiter des Bauhofs tatkräftig mitgeholfen“, betont Lamp. Das mache den Marktplatz deutlich attraktiver, ist auch Anja Andersen vom Tourismusverein überzeugt. „Wenn ich im Urlaub bin und habe einen Hotspot entdeckt, bin ich immer heilfroh.“ Wer das öffentliche W-Lan in der Holländerstadt nutzen möchte, muss sich unter Friedrichstadt Public WLAN einwählen.

Auch Andersen hat gute Nachrichten im Gepäck: Die Tourismus-Information in Friedrichstadt ist erneut vom Deutschen Tourismusverband zertifiziert worden, berichtet sie. „Das gilt für drei Jahre, also bis 2020.“ Um sich ein Bild von den einzelnen Stadtorten zu machen, lassen sich die Prüfer einiges einfallen, wie die erfahrene Mitarbeiterin erklärt. So werde in sogenannten Mystery-Checks – meist geben sich dann die Prüfer als Touristen aus – etwa unter die Lupe genommen, wie lange die Bearbeitung dauert, ob Blumen auf dem Tresen stehen, die Mitarbeiter freundlich und die ausgelegten Flyer aktuell sind. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass eine Stadt so eine Zertifizierung hat“, so Andersen, die noch eine Neuigkeit in petto hat: Das Urlaubsmagazin Friedrichstadt für 2018 ist fertig. Es erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren und bietet auf mehr als 40 Seiten Wissenswertes über Friedrichstadt und Umgebung – von Veranstaltungen und Terminen bis hin zu Quartieren. „Unsere Grafikerin Sarah Knobbe fängt schon im Mai an, sich erste Gedanken zu machen. Von August bis Oktober stecken wir dann viel Zeit und Herzblut in dieses Magazin“, berichtet Andersen. Das Besondere in diesem Jahr: Zum ersten Mal ist Schwabstedt mit von der Partie. Die Kommune ist neues Mitglied im Tourismusverein Friedrichstadt und Umgebung und in der Broschüre mit einem Porträt vorgestellt. Sie sei sehr stolz auf ihr Team, so Andersen, dass das Magazin pünktlich zu den Herbstferien herausgebracht werden konnte. Erhältlich ist es bei Tourismus-Informationen, wird bei Anfrage zugeschickt und kann in Kürze als PDF unter www.friedrichstadt.de heruntergeladen werden.

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