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Sportplätze in Bredstedt : Ende der Überschwemmungen in Sicht

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Nebenplätze der Bredstedter Sportanlage an der Süderstraße sollen saniert werden. Auch Pläne für ein mögliches Kunstrasenfeld liegen bereits beim Bürgermeister.

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, da war Andreas Weiß mit seiner Geduld am Ende. Es war Anfang August, die ersten Punktspiele der Saison sollten beginnen – und in Bredstedt standen die Plätze mal wieder unter Wasser. „Es hatte zwar geregnet, aber nicht außergewöhnlich stark“, erinnert sich der Leiter der Fußballsparte des Bredstedter TSV. „Als wir aber ankamen und auf den B-Platz gingen, standen wir mit dem kompletten Fuß im Wasser.“ Die für den Tag geplanten Heimspiele der 1. und 2. Mannschaften mussten abgesagt werden.

Das Problem war nicht neu. Zahlreiche Spiele und Trainingseinheiten mussten aus diesem Grund in den vergangenen zehn Jahren an der Süderstraße ausfallen, sagt Weiß. Manchmal über mehrere Tage hinweg. Ebenso zahlreiche Gespräche habe der Verein deswegen mit der Stadt geführt – und jetzt scheint Besserung in Sicht. Bürgermeister Knut Jessen hat den Verantwortlichen des Vereins ein Konzept vorgestellt, wie das Problem behoben werden soll. Am Dienstag (18. August) berät auch der Bauausschuss wieder über die Entwässerung der Sportplätze.

Die Stadt hatte kürzlich ein Unternehmen beauftragt, den Grund unter den Spielfeldern zu untersuchen. Gemeinsam mit Bredstedts Bauhofleiter Johannes Ketelsen, dem Bauausschuss-Vorsitzenden Wolfgang Kinsky, Knut Jessen sowie einem Geologen und einem Tiefbauer besuchte der Mitarbeiter die Plätze, um die Verhältnisse in Augenschein zu nehmen. Suchgräben wurden ausgehoben und der Boden begutachtet.

Das Ergebnis: In einer Tiefe von etwa einem halben Meter gibt es zwar Drainageleitungen unter den Nebenplätzen – allerdings sind diese zum Teil komplett versandet und befinden sich zudem an einigen Stellen unter wasserundurchlässigen Bodenschichten. Auch liegt der Grundwasserstand dort teilweise nur einen halben bis knappen Meter unter dem Geländeniveau.

Als vor einigen Jahren die Kunststofflaufbahn um den A-Platz installiert wurde, ist die dortige Entwässerungseinrichtung bereits erneuert worden. „Dadurch hat sich der Zustand deutlich verbessert“, sagt Weiß. „Auf dem Hauptplatz kommt es kaum noch zu Spielabsagen.“

Gelöst werden könnte das Problem jetzt auch auf den Nebenplätzen vor allem durch zwei Maßnahmen: Die Rasenflächen sollen erhöht werden und künftig ein leichtes Dachgefälle aufweisen, sodass das Wasser seitlich ablaufen kann. Die nötige Muttererde dafür soll aus dem Neubaugebiet nördlich des Osterfeldweges entnommen werden. Zusätzlich sollen mindestens drei neue Drainagestränge verlegt werden, um das Wasser aufnehmen zu können, und Schächte installiert werden, damit die Leitungen auch gereinigt werden können. Mit Ausgaben in Höhe von etwa 20 000 bis 30 000 Euro rechnet der Bürgermeister für die gesamte Maßnahme. Segnen Bauausschuss und Stadtvertretung diese ab, könnte im Frühjahr 2016 mit der Sanierung des ersten Nebenplatzes begonnen werden, ein Jahr darauf mit dem zweiten. Ein Feld wäre somit weiterhin bespielbar, zudem sei der Bereich hinter dem Freibad nicht von den Problemen betroffen. Dort wurde bereits von den Bauarbeiten im Rosenburger Weg Muttererde aufgeschüttet.

„Wir freuen uns, dass man sich jetzt endlich des Problems annimmt“, sagt Andreas Weiß. „Ansonsten haben wir auch nichts zu beklagen – die Plätze sind grundsätzlich in einem guten Zustand, der Bauhof kümmert sich. Wenn jetzt auch noch das Entwässerungsproblem gelöst wird, sind wir mehr als zufrieden.“

Ein weiterer Wunsch der Stadt, die Anlage aufzuwerten, wäre ein Kunstrasenplatz. „Die Pläne dafür liegen fertig in der Schublade“, sagt Knut Jessen. Etwa 440 000 Euro würde dies laut seiner Aussage kosten. Jetzt wartet die Stadt nur noch darauf, dass etwa der Deutsche Fußballbund oder die Landes-Sportförderung finanzielle Unterstützung dafür anbieten.

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erstellt am 16.Aug.2015 | 08:00 Uhr

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