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Fest zum 30. Geburtstag : Emotionales aus drei Jahrzehnten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Spielmannszug Hattstedt feierte sein Bestehen. Zu Gast war eine 30-köpfige Abordnung der Musikkapelle aus Tarjan in Ungarn. Ein Ständchen mit Blasmusik sorgt für einen Höhepunkt.

Die Festveranstaltung anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Spielmannszuges Hattstedt in der Aula der Jens-Iwersen-Schule bot besondere Höhepunkte“. Riesenapplaus erntete der zweite Vorsitzende Rune Quint für seine persönliche Feuerprobe. Vereins-Chef Ralf Hansen überließ ihm die Moderation. Erst im Frühjahr war er in das Amt gewählt worden. Mit seinen Dankesworten an alle Spieler setzte er emotionale Akzente. „Das Wichtigste seid Ihr“, rief er den auf der Bühne sitzenden Kindern und Jugendlichen zu. Er selbst habe im Spielmannszug seine beste Jugendzeit erlebt und es sei für ihn das Größte, die jungen Leute auszubilden und mit ihnen eine Gemeinschaft zu bilden. Er vergaß nicht, den Gründungsmitgliedern, voran dem Ehrenvorsitzenden Udo Wohnsen, für dessen Engagement zu danken. Ohne ihn und seine Mitstreiter hätte es den Spielmannszug überhaupt nicht gegeben.

Eine weitere Premiere bot der Jugendzug während der musikalischen Einlagen mit neuen Stücken. Zum ersten Mal schwang dabei Lars Ballschmiter vor großem Publikum den Taktstock – und das wie ein alter Hase. Ein Ständchen mit Blasmusik gab es von den Freunden aus Ungarn mit Gyuri Strehli, musikalischer Kopf der Musikkapelle „Tarjaner Spitzbuam“ und die 30-köpfige Abordnung aus Tarjan in Ungarn. „Im Namen des Kreises Nordfriesland gratuliere ich zum 30-jährigen Geburtstag. Mein Respekt gilt allen Jugendlichen und ehrenamtlichen Vertretern und Ausbildern im Spielmannszug. Im In- und Ausland vertretet ihr die Gemeinde Hattstedt, den Kreis und sogar die Bundesrepublik“, erklärte Margarethe Ehler, stellvertretende Kreispräsidentin. Die Liste der gewonnenen Preise und Titel reiche bis hin zur Weltmeisterschaft mit Auszeichnung. Die internationalen Musikfeste in Hattstedt mit bis zu 2000 jungen Musikern seien dank immenser Organisation legendär. „Die jungen Leute lernen im Verein das Leben in Gemeinschaft, entwickeln Verantwortungsbewusstsein und Disziplin. Sie merken, dass Leistung sich lohnt und man gemeinsam stärker ist“, so Ehler. „Vor drei Jahrzehnten begann die Erfolgsgeschichte mit der Absicht, Jugendlichen und Kindern Freude und Spaß an der Musik zu vermitteln. Das ist gelungen. Ohne Euch wären wir um eine Attraktion ärmer. Ihr jungen Leute steht schon jetzt auf den Schultern von drei und mehr Generationen. Viele Freunde habt ihr gewonnen“, so Hattstedts Bürgermeister Ralf Heßmann. Eine schöne Geschichte ist für Gyuri Strehli die ungarisch-deutsche Freundschaft. Regelmäßige Treffen in Hattstedt und Tarjan seien nun nicht mehr wegzudenken. „Die Freundschaft bleibt“, bekräftigte Strehli.

Die Konrektorin Kari Esrom-Lutz dankte für die gute Zusammenarbeit. Sie hoffe, dass es künftig so weitergehe und die Schule durch die Integration des Vereinsheims das klingende Domizil für die Spielleute bleibe. Viele ihrer Schüler seien in den Genuss des nachhaltigen Hobbys gekommen.

Weitere Höhepunkte: Peter Post hatte mit seinen Helfern ein Bufett unter dem Motto „eine kulinarische Weltreise“ gezaubert. Gerichte aus Deutschland, Ungarn, Brasilien oder China – Länder, die die Spielleute bereist hatten – standen zur Auswahl. Zudem gefiel ein Lichtbildervortrag über drei Jahrzehnte Spielmannszug, der auch dem Vizepräsident des Musikerverbandes, Kay Prieß, Abordnungen der Spielmannszüge aus Husum-Rödemis, Bredstedt, Friedrichstadt, Bürgermeister der Nachbargemeinden, der frühere Amtsvorsteher des alten Amtes Hattstedt, Gerd Martens, sowie den Gründungsmitglieder Margrit Wohnsen, Birgit und Michael Pauls sowie Klaus Peter Peters gefiel.








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