Ekkehard Thieme: Ein Künstler mit großem Vertrauen in die Kraft der Linie

Die Tochter des Künstlers, Wiebke Ossai, mit Mann Alexander Ossai und Sohn Marc-Jason in der Ausstellung ihres Vaters. Foto: hjm
Die Tochter des Künstlers, Wiebke Ossai, mit Mann Alexander Ossai und Sohn Marc-Jason in der Ausstellung ihres Vaters. Foto: hjm

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23. November 2009, 05:59 Uhr

Husum | "Es war ein Glück für Husum, dass es Ekkehard Thieme nach dem Krieg hierher verschlagen hat, zählte er doch zu den bedeutendsten Künstlern, die die Stadt hervorgebracht hat." Mit diesen Worten begrüßte der Geschäftsführer des Museumsverbundes Nordfriesland, Dr. Sven-Hinrich Siemers, gestern die Besucher der Ausstellung "Die Welt im Kopf - frühe Radierungen von Ekkehard Thieme". In der Dachgalerie des Schlosses vor Husum wird damit eines Mannes gedacht, der das künstlerische Geschehen in Schleswig-Holstein wie kaum ein anderer geprägt hat. Prof. Peter Nicolaisen, ein langjähriger Freund des 1999 verstorbenen Thieme, hatte den Anstoß zu dieser Ausstellung gegeben, die jetzt vom Flensburger Museumsberg nach Husum kam und bis zum 21. Februar im Schloss bleiben wird.

Auch Dr. Uwe Haupenthal vom Museumsverbund würdigte Thieme als einen Künstler, der "nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch überregional anerkannt und geschätzt wurde". Das habe für den Künstler wie für den Lehrer gegolten, so Haupenthal. Von 1975 bis zu seinem Tode war Thieme Dozent an der Kieler Muthesius-Hochschule, wo unter anderem Birgit Brab und Anja Klafki zu seinen Studentinnen zählten. Zur Ausstellung, die von der Kulturstiftung der Nospa gefördert wird, ist ein Katalog erschienen.

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