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Glückwunsch zur Neuanschaffung : „Einsatz-Liner“ löst altes Gefährt ab

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das bisherige Feuerwehrfahrzeug in Oldersbek entsprach schon längst nicht mehr den modernen Erfordernissen. Die Gemeinde griff tief in die Tasche und schaffte einen 8,8-Tonner an, der keine Wünsche der Brandschützer mehr offen lässt.

Einwohner und Ehrengäste aus dem Amtsbereich nahmen an der feierlichen Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges teil. Die alte „Emma“, das bisherige Einsatzfahrzeug aus dem Jahre 1986, nimmt sich bescheiden aus gegenüber dem neuen „Einsatz-Liner“. 137 000 Euro hat die rührige Gemeinde für das neue Top-Fahrzeug ausgegeben. Zusätzlich zur Normbeladung ist der 8,8-Tonner unter anderem mit Hochdrucklüfter, Notstromaggregat mit komplettem Beleuchtungssatz, Motorsäge, Löschlanze „Fog-Nail“, einem 1000-Liter-Tank und dem neuen Löschmittel F 500 ausgestattet. Lob gab es von Bürgermeister Hans-Joachim Müller, Wehrführer Dieter Dau-Schmidt, Amtsvorsteher Ralf Heßmann und Kreisbrandmeister Christian Albertsen.

Angetreten waren Feuerwehrleute aus Oldersbek sowie acht Nachbarwehren. Für ein Platzkonzert bei der Einweihungsparty und dem Umzug mit beiden Einsatzfahrzeugen sorgte der Feuerwehrmusikzug aus Rantrum. 14 Fahrer haben den Führerschein der Klasse C (früher Klasse 2) gemacht und dürfen das Fahrzeug führen.

Von den 625 Einwohnern der Gemeinde Oldersbek gehören 74 der Wehr an – 49 sind in der Einsatzgruppe, 13 in der Jugendwehr und zwölf in der Ehrenabteilung. „Das ist weit über dem Durchschnitt“, betonten die Festredner. „Das neue Fahrzeug ist kein Geschenk an die Feuerwehr, sondern ihr Handwerkszeug und kann allen zugute kommen“, unterstrich der Gemeindechef. Dann wanderte der Autoschlüsselsatz vom Bürgermeister an den Wehrführer, und der gab ihn weiter an den ersten Gerätewart und Fahrermaschinisten Joachim Behrend. Kreiswehrführer Christian Albertsen stiftete das Maskottchen – einen Plüsch-Feuerwehrdrachen.

Bürgermeister Müller freute sich, als Ehrengäste auch Amtswehrführer Tim Petersen, dessen Stellvertreter Hans-Detlef Norden, sowie mehrere Gemeindewehrführer und Bürgermeister begrüßen zu dürfen. Auch der Gemeinderat war zahlreich vertreten – einige von ihnen als Einsatzkräfte in Uniform. „Feuerwehrfahrzeuge sollten ja im Gegensatz zu Privatfahrzeugen nicht nur ein paar Jahre, sondern eine ganze Generation überstehen“, so Müller. Das Oldersbeker Gefährt hatte die Marke 25 bereits deutlich überschritten. „Vor anderthalb Jahren fanden die ersten Gespräche zwischen Feuerwehr, Gemeinde und Amt Nordsee-Treene statt“, blickte er zurück. Der Beschluss in der Gemeinde wurde im Februar 2012 gefasst. Danach sei es darum gegangen, welches Fahrzeug, Größe, Gewicht, gebraucht werde. Und dann die Frage: Passt das neue Fahrzeug überhaupt noch ins Gerätehaus? Ein Test mit einem großen Fahrzeug einer Nachbarwehr zeigte: Es passt.

Gemeindewehrführer Dau-Schmidt, seit acht Jahren imAmt, sagte: „Hatten die Feuerwehren früher überwiegend mit Bränden zu tun, so sind sie heute Mädchen für alles.“ Er dankte den Kameraden der Ehrenabteilung: „Ihr habt die jetzige Einsatzabteilung dazu gebracht, was wir heute sind.“ Und er dankte „unserer tüchtigen Jugendfeuerwehr, denn ihr seid die Einsatzkräfte von morgen.“

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erstellt am 07.Okt.2013 | 17:00 Uhr

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