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Alarm für die Jugendwehr : Einsätze im Stundentakt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Feuer und Verletzte, Ölspur und ein umgestürzter Baum: Die Jugendwehr Schwabstedt war bei einer zweitägigen Übung stark gefordert – auch mitten in der Nacht. Dennoch machte es allen Spaß.

Eine aufregende Zeit hatten die 21 Mitglieder der Jugendfeuerwehr im Kirchspiel Schwabstedt bei den Berufsfeuerwehrtagen, die einmal im Jahr als Übung für sie organisiert werden. Die Aktiven der großen Wehr zeigten ihn dabei, wie es geht. Aber auch ihr Einsatz war gefragt. „Aus dem Ärmel zu schütteln“ war diese große Veranstaltung nicht, lange hatte Jugendwart Thomas Mindermann dazu mit einem Team vorgearbeitet und etliche Rettungsszenarien vorbereitet.

Die Jungen und Mädchen waren schon sehr gespannt, als sie ihr gemeinsames Quartier mit der Betreuergruppe im Feuerwehrhaus bezogen. Zeit zum Einräumen und für eine Mahlzeit blieb zu Beginn, doch an ein zeitiges „Zu-Bett-Gehen“ war dann nicht zu denken: Kurz vor 23 Uhr meldete ein Anrufer Feuerschein auf der Schwabstedter Deponie. Dort hatten Jugendliche ein Feuer gelegt. Ein größerer Sperrholzhaufen brannte lichterloh. Schläuche wurden verlegt, Lichtmasten aufgebaut. Die „Verschnaufpause“ währte nicht lange. Um 2 Uhr mahnte eine Brandmeldeanlage im Treenehaus zum eiligen Ausrücken. Es war ein Fehlalarm. Die Beseitigung einer längeren Ölspur stand am nächsten Tag gegen 14.30 Uhr auf dem Programm und um 18.55 Uhr dann ein Großeinsatz in Süderhöft: In einem ausgedehnten Gebäudekomplex war eine Autoreparatur in der Scheune außer Kontrolle geraten: Funkenflug, Verpuffung und zwei Verletzte. Die Kreisstraße 31 musste durch Blinkleuchten halbseitig abgesperrt und der Verkehr geregelt werden. Suchtrupps kamen auf dem Grundstück ebenso zum Einsatz wie Atemschutzgeräteträger in der Scheune. Der Feuerwehr-Nachwuchs verlegte Schläuche und fand eine geeignete Stelle für den Rettungswagen. In der Scheune musste der „Schwerverletzte“ behandelt werden, bevor er zum Rettungswagen gebracht werden konnte. Auch die zweite „Verletzte“, die sich noch ins Freie retten konnte, wurde schließlich gefunden. Taghell beleuchtet wurde die Szenerie von mehreren Lichtmasten. Viele Zuschauer verfolgten das Geschehen und zeigten sich sehr beeindruckt von der Arbeit. Schwabstedts Bürgermeister Jürgen Meyer äußerte anerkennend: „Bei diesen Einsatzkräften bist du in guten Händen.“ Der Süderhöfter Bürgermeister Tewes Vogelsang zollte ebenfalls großes Lob: „Schön, wenn sie schon in jungen Jahren solche Abläufe kennenlernen.“ Nahtlos ging es weiter: Um 21.18 Uhr war in Ramstedt eine Person – vermutlich mit „Herzinfarkt“– hinter einer verschlossenen Tür gemeldet worden.

An Schlaf war danach noch immer nicht zu denken: Um 0.15 Uhr führte eine eilige Alarmierung nach Hude: Auf dem Heimweg von einer ausgedehnten Feier war ein Fahrradfahrer verletzt im Graben gelandet. Bei der Personensuche kam die Wärmebildkamera zum Einsatz – doch ein Begleiter konnte nicht gefunden werden. Frühes Wecken am anderen Morgen: Um 8 Uhr musste in Hollbüllhuus ein Tier vom Baum geholt werden. Dann der nächste Einsatz: Ein großer umgestürzter Baum machte die Straße in Lehmsiek unpassierbar. Und nachdem auch das sauber abgearbeitet war, blieb Zeit für eine Nachbesprechung der acht Einsätze. Fazit: „Diese Aktion muss unbedingt ein weiteres Mal stattfinden.“

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erstellt am 15.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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