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Eisenbahnanlage – ein Spaß für Kinder : Einmal Schaffner in der Scheune spielen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Alle Jahre wieder im Sophien-Magdalenen-Koog: In der Gemeinde Reußenköge stehen Kinder staunend an der Eisenbahnanlage von Hinrich Struve.

„Onkel Hinrich, wann baust du die Bahn wieder auf?“ Diese Frage hört Hinrich Struve schon im September aus Kindermund – und seine Antwort fällt jedes Jahr gleich aus: „Ab ersten Advent fährt die Bahn.“ Wenn es dann so weit ist, kommt der Nachwuchs noch vor Schulbeginn in seine Scheune im Sophien-Magdalenen-Koog und spielt für etwa eine Viertelstunde Schaffner. Um kurz vor halb acht hält der Schulbus direkt an der Haltestelle bei Struves und sammelt die Kinder ein. In ihren Händen ein kleiner Weihnachtsmann aus Schokolade als Wegzehrung. „Die Eltern freuen sich, denn im Dezember stehen die Lütten gerne aus dem Bett auf“, sagt der 87-jährige Nordfriese schmunzelnd.

Mit Mitte 50 fing für ihn alles an – mit dem Kauf eines Schienenkreises. In der Weihnachtszeit fuhr die Bahn um den Tannenbaum herum, dann kam immer mehr an Schienenwerk, Zügen und Waggons, Figuren und Bahnsteigen dazu. Innen reichte der Platz bald nicht mehr aus und so musste in die Scheune ausgewichen werden. Seit vielen Jahren dreht die robuste Bahn dort nun ihre Runden, immer bis Heiligabend. Unterstützung erfährt Hinrich Struve beim mehrtägigen Auf- und Abbau und während der Bahnlaufzeit von seinem Sohn Wolf-Hinrich und seiner Schwiegertochter Ulla. „Wir freuen uns, wenn alles wieder steht und andere daran Freude haben“, sind sie sich einig. Mit viel Liebe zum Detail wächst das kleinformatige Bahngelände weiter – es gibt einen Jahrmarkt mit Karussells, ein selbstgebautes Riesenrad und Autoscooter, die Seiffener Kirche mit Figuren aus dem Erzgebirge, Windmühlen in unterschiedlichster Form, Schwimmbad, eine Försterei, einen Bauernhof und vieles mehr zu entdecken.

Erwachsene und Gruppen, wie das Niebüller Förderzentrum mit Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ der Lebenshilfe-Einrichtung, schauen auch gerne vorbei. „Die Kinder kommen hier wunderbar zur Ruhe“, erzählt Karin Preikschas, Leiterin der Offenen Ganztagsschule des Zentrums. Spielen inklusive Kekse und ein warmes Getränk versüßen ihnen die Vorweihnachtszeit in der Scheune der Struves. Im Wohnzimmer der Familie fährt übrigens zu Weihnachten immer noch eine Bahn um den Tannenbaum herum – eine Draisine.

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