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Neuordnung der Offenen Ganztagsschule : Eine zukunftsweisende Entscheidung

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadt Husum hat die Volkshochschule (VHS) mit der Bildungs- und Betreuungsarbeit der Offenen Ganztagsschule an den weiterführenden Schulen beauftragt. Deren Schulleiter hatten immer wieder betont, dass dies mit „Bordmitteln“ nicht länger zu leisten sei.

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erstellt am 22.Apr.2014 | 11:30 Uhr

Jetzt ist es also amtlich: Die Stadt Husum hat die Volkshochschule (VHS) mit der Bildungs- und Betreuungsarbeit der Offenen Ganztagsschule an vier weiterführenden Schulen beauftragt. Ab sofort wird die VHS die Koordinierung und Programmplanung der Offenen Ganztagsschule an den beiden Gymnasien sowie an den beiden Gemeinschaftsschulen übernehmen. Dazu soll dort ein eigener Programmbereich eingerichtet werden, deren Leitung Kirsti Thiessen übernimmt. Eine entsprechende Vereinbarung haben Schulen und Stadt jetzt unterschrieben.

Die vier weiterführenden Schulen – Ferdinand-Tönnies-Schule, Gemeinschaftsschule Husum Nord, Theodor-Strom-Schule und Hermann-Tast-Schule sind alle Offene Ganztagsschulen im Sinne des Schleswig- Holsteinischen Schulgesetzes. Die damit verbundenen zusätzlichen Aufgaben wurden bisher von den Lehrkräften selbst bewältigt. Dazu gehörte auch die Bereitstellung von Angeboten, die über den Schulalltag hinausgehen.

Immer wieder hatten die vier Schulleitungen der Verwaltung, aber auch dem zuständigen Ausschuss für Schule, Kultur und Sport zu verstehen gegeben, dass die damit verbundenen Mehrleistungen die vorhandenen Ressourcen bei weitem überstiegen (wir berichteten). „Wir mussten eine Lösung finden, mit der das Ganztagsangebot fortbestehen kann, die Schulen aber gleichzeitig entlastet werden“, so die einhellige Meinung der Schulleitungen. Immerhin sei die Ganztagsschule Herzstück der Zukunftsoffensive Bildung.

Auf der Suche nach neuen Organisationsmöglichkeiten habe man mehrere Optionen unter die Lupe genommen, hieß es am Rand der Vertragsunterzeichnung. Eine Aufstockung des Personals wurde aufgrund der damit verbundenen Kosten ausgeschlossen. „Nach langen Gesprächen mit der Volkshochschule haben wir dann eine sehr gute Möglichkeit gefunden“, sagte Bürgermeister Uwe Schmitz. Ziel sei es, den Schulen optimale Unterstützung angedeihen zu lassen. Vor diesem Hintergrund wird Kirsti Thiessen als Mitarbeiterin der VHS die Organisation der Offenen Ganztagsschule übernehmen. Die Germanistin ist bereits seit zehn Jahren als Weiterbildungslehrerin für Deutsch als Fremdsprache an der VHS tätig und als Prüferin beim „telc“ für Deutsch B1 und B2 zertifiziert. („telc“ steht für The European Language Certificates).

Damit laufen die Organisationsstränge des Ganztagsschul-Angebots künftig in einer Hand zusammen. „Damit ist ein guter Anfang gemacht worden“, räumte Peter Empen, Leiter der Ferdinand-Tonnies-Schule, erleichtert ein und ergänzte unter Hinweis auf den Bürgermeister: „Wir blicken optimistisch in die Zukunft.“ Damit bekämen die Schulen Gelegenheit, sich um Aufgaben zu kümmern, für die bislang die Zeit fehlte. „Es gibt viel Qualität an den Schulen, auf die wir aufbauen können“, stellte Sybille Karschin, Direktorin der Theodor-Storm-Schule fest. Unter anderem könnte die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen ausgebaut werden. Auch Walter Fedders, Direktor der Hermann-Tast-Schule, ist von den neuen Möglichkeiten angetan. „Die Koordination der Offenen Ganztagsschule durch die Volkshochschule ist eine zukunftsweisende Entscheidung.“ Und für Dieter Boe, Schulleiter der Gemeinschaftsschule Husum Nord, ist es ein erster wichtiger Schritt, die Schulen hinsichtlich ihrer Aufgabenstellungen im Bereich der Offenen Ganztagsschule zu entlasten. Für die Volkshochschule habe diese neue Aufgabe auch positive Effekte, erklärte deren Direktor Hans-Peter Schweger. „Die Schülerinnen und Schüler werden mit unserer Weiterbildungseinrichtung konfrontiert. Das kann und wird ihnen den Zugang zu uns erleichtern.“

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