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Idee des Umweltministeriums : Eine weitere Perle an der Westküste

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Noch mehr Bildung in Sachen Naturschutz und den Nationalpark Wattenmeer: Das Kieler Umweltministerium plant den Bau einer Integrierten Station im Beltringharder Koog.

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erstellt am 08.Mär.2015 | 17:00 Uhr

Kinder und Touristen im Watt. Dort wird das Wissen über ökologische Zusammenhänge und das Erleben von Natur nachhaltig beeinflusst. Eine wesentliche Grundlage, die umweltbewusstes Verhalten und Handeln fördert. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume will im Sinne der Naturschutzbildung ein weiteres Gebäude in Schleswig-Holstein erstellen: Im Beltringharder Koog soll die Integrierte Station Lüttmoorsiel entstehen.

Der Zweckverband Beltringharder Koog votierte einstimmig in der Bredstedter Amtsverwaltung dafür, Vermieter des neuen Bildungs-Standorts werden zu wollen. Zunächst war für Verbandsvorsteher Dr. Edgar Techow und seine Mitglieder, die betroffenen Gemeinden der Ämter Nordsee-Treene und Mittleres Nordfriesland, vorab allerdings wichtig zu wissen, ob die Kosten für die Unterhaltung in einem überschaubaren Rahmen liegen. Sicherheiten konnte der künftige Mieter, die Nationalpark-Service GmbH, natürlich nicht geben. Jedoch versicherte der Geschäftsführer der Gesellschaft, Dr. Gerd Meurs, dass immer mit der Miete/Pacht kalkuliert werden kann. Damit könnten notwendige Kosten zur Instandhaltung der Infrastruktur für die Wege, den Parkplatz und das Gebäude in Lüttmoorsiel beglichen werden.

Das Land kann somit die vorgesehene Immobilie auf den Zweckverband überschreiben, der für die Baumaßnahme als Mittelempfänger auftritt. Laut Dr. Detlef Hansen, Leiter der Nationalparkverwaltung, und Dr. Edgar Techow hatte das Ministerium den Leitgedanken, zwei Partner auf „Augenhöhe“ an der Weiterentwicklung des Beltringharder Kooges zu beteiligen. Techow formulierte, dass ebenso eine „dauerhafte Nutzung über 10 bis 15 Jahre von Amtsseite gewünscht ist – „vielleicht auch 20 Jahre“.

In Lüttmoorsiel soll analog zum Amsinck-Haus in Reußenköge Naturschutzbildung auf einer breiten Basis für alle Altersstufen stattfinden. Allerdings sollen in Lüttmoorsiel nicht wie im Amsinck-Haus auch Regenerative Energien und Landwirtschaft thematisiert werden. Der Geschäftsführer der Gesellschaft, Dr. Gerd Meurs, möchte dort den Fokus ausschließlich auf Natur, Biosphäre und Weltnaturerbe legen sowie den Zugang zu den Halligen beleuchten.

„Mein Job ist der betriebswirtschaftliche Bereich“, stellte der Geschäftsführer der Runde in der Bredstedter Amtsverwaltung klar. Meurs benannte den Zweckverband als sogenannten Liegenschaftsverwalter, der zuständig sei für Gebäude und Parkplatz an der Badestelle in Lüttmoorsiel sowie als Bauherr und Vermieter auftrete. Auch die Arbeitsgemeinschaft „Naturschutz im Beltringharder Koog“ soll im neuen Gebäude eine Adresse haben. Ein Bestreben den Tourismus wertvoll zu bedienen, ist für den Geschäftsführer ein Anliegen.

Wie das Amsinck-Haus wird auch die Station Lüttmoorsiel zur „Perlenkette“ an der Westküste gehören. Diese besteht zurzeit aus 34 Einrichtungen, in denen der Nationalpark Wattenmeer ausschließlich oder zumindest ein Thema ist – als „Flaggschiff“ (Hansen) gilt das Multimar-Wattforum in Tönning. Die Unterschiede zwischen dem Amsinck-Haus und Lüttmoorsiel seien besonders reizvoll. Für Geschäftsführer Meurs ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass mit geplanten Ausstellungen rechtzeitig begonnen wird, damit alle Gemeinden berücksichtigt werden können. „Absprachen untereinander sind notwendig und können vertraglich geregelt werden.“ Ferner funktionierten die Integrierten Stationen auch als Bildungseinrichtung für alle.

Zu den Kosten konnte Meurs keine Angaben machen. „Die Integrierte Station wird das Land finanzieren.“ Für ihn ist es eine Kosten-Nutzen-Rechnung, die aufgehen wird. Für den Amtsvorsteher des Amtes Mittleres Nordfriesland, Hans-Jakob Paulsen, ist es ebenso klar, dass es „ein Gewinn für die ganze Region“ ist.

In der neuen Integrierten Station sollen laut Dr. Edgar Techow acht Arbeitsplätze entstehen. Schlafräume für junge Menschen aus dem Bundesfreiwilligendienst und eine Teeküche gehören mit zur Planung, erklärte der Verbandsvorsteher.

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