zur Navigation springen

In Husum wird gebuddelt : Eine Stadt – viele Baustellen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zahlreiche Löcher in den Straßen: Vor allem die Telekom ist zur Zeit ausgesprochen aktiv, aber auch die Stadtwerke und die Stadt selbst buddeln wieder.

Wenn in Husum mal wieder in der Erde herumgewühlt wird, fällt der Verdacht zumeist auf das städtische Bauamt. „Aber tatsächlich haben wir im Stadtgebiet aktuell nur zwei Baustellen“, erläutert der Leiter der Tiefbauabteilung, Klaus Lorenzen, auf Anfrage unserer Zeitung. Das ist zum einen die B-Plan-Maßnahme 59 im Ortsteil Kronenburg, die kurz vor dem Abschluss steht. Auffälliger und umfangreicher sind da schon die Arbeiten im Bereich der Westtangente. Dort – in Höhe der Tankstelle Goldschmidt – wird seit Wochen an der Anbindung des Nedderweges an die Westumgehung gebaut. „Das Meiste ist fertig“, berichtet Lorenzen und geht davon aus, dass die Maßnahme noch im Juni abgenommen werden kann. Nur Straßendecke und Markierungen fehlten noch. „Und ein paar Restarbeiten an der Lärmschutzwand“, fügt er nach kurzer Pause hinzu.

Weitaus mehr Baustellen als das Stadtbauamt hat derzeit die Deutsche Telekom. Grund ist der Ausbau des Breitbandkabelnetzes in und um Husum. Nachdem das Gewerbegebiet bereits vollständig mit dieser neuen Technik ausgerüstet wurde (wir berichteten), dringt die Telekom jetzt – vom Stadtrand aus – Schritt für Schritt Richtung Zentrum vor. „Den ersten Bauabschnitt wollen wir im kommenden Monat abschließen“, lässt Baubegleiter Holger Kahlen auf Nachfrage wissen. Danach soll unverzüglich mit dem zweiten begonnen werden. Der werde sich voraussichtlich bis in den Oktober hinein erstrecken.

„Unsere Baustellen sind recht gut zu erkennen“, sagt Kahlen schmunzelnd. „Überall, wo rot-weiße Baustellen-Markierungen mit dem Namen Ludwig Freytag stehen, sind wir am werkeln“, so der Telekom-Mann. Gearbeitet wird in der Regel dort, wo die Verbindungsmuffen für das Glasfaserkabel liegen. Sämtliche Maßnahmen seien mit dem Stadtbauamt abgestimmt, erläutert Kahlen.

Apropos abgestimmt. Das gilt auch für Arbeiten in der Schillerstraße. Dort wandert die Baugrube derzeit gerade von Grundstückseinfahrt zu Grundstückseinfahrt. Bau-„Herr“ ist in diesem Fall die Stadtwerke Husum Netz GmbH. Seit Anfang April erneuert sie in dem Straßenzug die Niederspannungsleitung. Noch bis Anfang Juli wird auf einer Länge von 350 Metern schrittweise der Gehweg geöffnet: „Wir machen vorne auf, legen die Leitung hinein und machen dann hinten wieder zu“, erläutert der Technische Leiter der Husum Netz GmbH, Sönke Eggers. Zeitgleich erneuert die Stadt im Zuge dieser Maßnahme auch die Kabel für die Straßenbeleuchtung, die ja nach und nach auf LED-Technik umgestellt wird (wir berichteten). Darüber hinaus erhält die Schillerstraße auch gleich einen neuen Gehwegbelag aus Pflastersteinen.

Wenn Stromkabel in Wohngebieten ausgetauscht werden, müssen auch die Hausanschlüsse „umgebunden“ werden, wie das im Fachjargon heißt. Rund 75 dieser „Abzweigungen“ sollen vom Eingang der Schillerstraße bis zur Ecke Marienhofweg realisiert werden. „Für das Umbinden von der alten auf die neue Leitung müssen wir den Strom jeweils für etwa eine Stunde abstellen,“ berichtet der Geschäftsführer der Husum Netz GmbH, Norbert Jungjohann. „Das geschieht natürlich in enger Abstimmung mit den Anwohnern.“ Übrigens: Erdgas- und Wasserleitungen werden im Rahmen der Maßnahme nicht ausgewechselt. „Wir haben diese Leitungen im Vorfeld geprüft. Sie sind in einem guten Zustand“, erklärt Jungjohann. Überhaupt sei das Sanierungskonzept der Stadtwerke Husum Netz GmbH so angelegt, dass Investitionen und wirtschaftlicher Netzbetrieb stets gegeneinander abgewogen würden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen