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Inner-Wheel-Distriktkonferenz : Eine Spende als krönender Abschluss

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Nordfriesin Karla Bruns gibt den Staffelstab als Präsidentin von 28 Inner-Wheel-Clubs an die Hamburgerin Imke Liebing weiter. Großzügige Unterstützung gibt es für den Amrumer Mukoviszidose-Verein.

Einen Vorstand neu zu besetzen, ist in den meisten Vereinen ein schwieriges Unterfangen. Viele scheuen die Verantwortung und die mit dem Posten verbundene Arbeit. Eine Ausnahme gibt es, und die ist in den deutschen Inner Wheel Clubs (IWC) zu finden. Hier sehen es die meisten Frauen als große Ehre an, in den Vorstand berufen zu werden. So erging es auch Karla Bruns vom IWC Husum, als sie 2015 für ein Jahr Distriktpräsidentin der rund 1000 Inner-Wheel-Frauen wurde, die – verteilt auf 28 Clubs in Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen – gemeinsam den Distrikt 89 bilden. Im Rückblick zeigte sich die Nordstranderin dankbar für zwölf ereignisreiche Monate, die mit viel Arbeit, aber auch Freude verbunden waren. Denn durch die Besuche in den Clubs kam Karla Bruns viel herum. „Insgesamt war es ein richtig schönes Jahr“, resümierte die scheidende Präsidentin deshalb bei ihrer Verabschiedung am Sonnabend im Rahmen der 76. Distriktkonferenz in Husum.

Gemeinsam mit Edelgard Articus, der Präsidentin des IWC Husum, hatte Karla Bruns die Konferenz im Hotel Altes Gymnasium eröffnet. Husums Bürgervorsteher Peter Empen warf dabei einen Blick zurück in die Zeit vor mehr als 90 Jahren, als die Inner-Wheel-Frauen „aus der Not heraus die sozialen Aktivitäten der Rotarier am Leben erhalten haben“. Längst hätten sich die Damen-Clubs emanzipiert, lobte Empen. Dabei trage ihr soziales Engagement eine besondere, weibliche Note. „Frauen neigen nun mal zu anderen Strukturen, schaffen andere Atmosphären und Schwerpunkte. Sie sind spontaner, emotionaler, praxisbezogener und zeigen ein größeres Maß an Empathie als wir Männer, die bei oft nur vorgetäuschter Sachlichkeit zu einer gewissen Hilfslosigkeit bei der Lösung von praktischen Problemen und Bedürfnissen neigen“, sagte er. Sein Fazit: „Das Hexeneinmaleins guter Arbeit durch Inner Wheel und Rotary besteht in der Zusammenarbeit, durchaus unter Wahrung individueller Besonderheiten und Stärken.“

Auch Dr. Carsten Thoroe, Präsident der Husumer Rotarier, lobte den Erfolg gemeinsam bewältigter Projekte, ebenso Bernd Diepenhorst, Governor des Rotary International Distrikts 1890. Er brachte aus Kiel das Motto des Weltpräsidenten K.R. Ravindran (Sri Lanka) mit: „Be a gift to the world“ – „Sei der Welt ein Geschenk.“ Dahinter stecke das Bestreben aller Rotarier, ihre Zeit, Talente und ihr Wissen mit anderen zu teilen. „Dieses Geschenk können wir all jenen machen, die sich gerade nicht auf der Sonnenseite des Lebens befinden.“

Nach einem unterhaltsamen Referat der Kunsthistorikerin Dr. Dörte Nicolaisen über Franziska Gräfin zu Reventlow folgte eine interne Arbeitssitzung der Inner-Wheel-Frauen, nach der Karla Bruns vor der Amtsübergabe an ihre Nachfolgerin Imke Liebing (Hamburg) noch einen letzten Höhepunkt setzte: Sie überreichte an Uwe Köller von der Regionalgruppe Amrum des Vereins Mukoviszidose die von ihr gesammelte Distriktspende in Höhe von 8815,90 Euro.

Köller, der selbst von der schweren Stoffwechselerkrankung betroffen ist, war mit Ehefrau Melanie und dem einjährigen Sohn nach Husum gekommen. Wie er erläuterte, gibt es derzeit knapp 8000 Erkrankte in Deutschland. Neben Familie Köller wohnen noch vier weitere Betroffene dauerhaft auf der für ihre heilsame Luft bekannten Insel. „Mit dieser großzügigen Spende können wir anderen Patienten und ihren Familien einen erholsamen Urlaub auf Amrum ermöglichen“, zeigte sich Uwe Köller dankbar.

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