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Tonnenschwere Arbeit : Eine Kogge für Klaus Störtebeker

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Husumer Metallkünstler Gerd Beliaeff baute in anderthalb Jahren eine Kogge. Sie soll künftig die Spitze der Granitsäule vor dem Störtebeker-Haus in Hamburg zieren.

Eindrucksvolle Masten, pompöse Segel, detailgetreue Kanonen und ein Gewicht von rund eineinhalb Tonnen. So steht sie vor einem – und in Gedanken begibt man sich mit ihr auf eine fantastische Reise: Leinen los und volle Fahrt!

Eine Nachbildung der Kogge Klaus Störtebekers anzufertigen – das war die Aufgabe, der sich Gerd Beliaeff vor rund anderthalb Jahren stellte. Der Inhaber der Gürtlerei und Metalldruckerei Nordfriesische Metallkunst machte sich sogleich ans Werk, um den Auftrag des Geschäftsführers der Emporium Gruppe Hamburg, Achim Becker, zu erfüllen. In der Hansestadt soll die Kogge aus Husum künftig die Spitze der rund 14 Meter hohen Granitsäule vor dem Störtebeker-Haus zieren.

Sind es für gewöhnlich Kronleuchter, Türbeschläge und andere kunstgewerbliche Artikel, die die Firma in der Poggenburgstraße produziert, stellt ein solcher Auftrag eher eine Ausnahme dar. „Das war wirklich eine Herausforderung für uns“, verrät Beliaeff. „Bei der Planung und Umsetzung kam mir aber meine langjährige Erfahrung zugute.“ Bereits seit 1977 ist er im Bereich Metallkunst tätig.

Zusammen mit seinen Mitarbeitern Michael Kunze und Alexey Hajdukov arbeitete Beliaeff fast täglich an dem Schiff. Das Trio fertigte die einzelnen Bestandteile des Grundgerüsts aus rostfreiem Stahl so, dass sie sich einfach nach dem Baukasten-Prinzip zusammenstecken ließen. Anschließend wurde das Gerippe in Kupfer gepackt und alles nach traditioneller Art vernietet.

Es sind nur noch wenige kleine Handgriffe nötig, bis die rund vier Meter lange, ein Meter breite und dreieinhalb Meter hohe Kogge vollendet ist. Lediglich Wetterfahnen mit dem Hamburger Wappen sollen noch angebracht und einzelne Details vergoldet werden. „Für den Transport am kommenden Dienstag müssen die Masten und die Segel allerdings noch einmal abgenommen werden“, erklärt Beliaeff.

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erstellt am 12.Sep.2014 | 17:30 Uhr

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