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Ehrgeiziges Projekt : Eine halbe Million für den Straßenausbau

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die knapp 900 Meter lange Kirchenstraße in Breklum soll saniert werden. Dafür sprach sich die Gemeindevertretung aus. Für rund 500.000 Euro werden die Fahrbahn und die Gehwege erneuert.

Der Ausbau der Kirchenstraße beginnt im nächsten Jahr. Laut Schätzung wird das Vorhaben rund 500 000 Euro kosten, wie der Vorsitzende des Umwelt-, Flur- und Wegeausschusses, Ernst-Georg Nommsen, in der Gemeinderats-Sitzung mitteilte. Darin enthalten ist die komplette Erneuerung der Gehwege und der Fahrbahn.

Die Kirchenstraße erstreckt sich von der Bundesstraße 5 bis zum Osterbach und ist etwa 900 Meter lang. Die Baumaßnahme erfolgt in mehreren Abschnitten: Von der Bahnbrücke bis zum Brackerweg wird die Asphaltschicht erneuert, vom Brackerweg bis zum Ende der Straße wird der Gehweg tiefer gelegt sowie erneuert und die Fahrbahn erhält eine neue Asphaltdecke. Der Abschnitt von der B 5 bis zur Bahnbrücke bleibt vorerst, wie er derzeit ist. Aufgrund der Haushaltslage ist die Variante ein Kompromiss. Vor etwa zwei Jahren hatten drei Landschaftsplaner im Rahmen eines Ideenwettbewerbs ihre Vorschläge abgegeben, und die Ergebnisse waren verlockend. Die Umsetzung des erstplatzierten Entwurfs hätte allerdings mit mehr als einer Million Euro zu Buche geschlagen. Eine Summe, „bei der uns die Puste ausgegangen wäre“, so Nommsen mit Blick auf den Haushalt. Laut Empfehlungsbeschluss sollen die Planungsinhalte des Wettbewerbs mit in die Baumaßnahme einfließen. Der Gemeinderat votierte einstimmig für den Ausbau im kommenden Jahr.

Ein weiteres Thema war der evangelische Kindergarten. Bürgermeister Heinrich Bahnsen teilte mit, dass dort ein Trägerwechsel vorgesehen sei, wobei es seines Wissens nach noch keine Abstimmung seitens des Kirchengemeinderates gegeben habe. Die Trägerschaft liegt bei der Kirchengemeinde Breklum, Kostenträger für Investitionen ist zu 90 Prozent die Kommune, zu fünf Prozent die Gemeinde Sönnebüll und zu weiteren fünf Prozent die Kirche. Diese möchte die Trägerschaft an das Kindertagesstättenwerk des Kirchenkreises übertragen.

Geht es nach den Mitarbeitern des evangelischen Kindergartens, sollte in zusätzliche Räume investiert werden. Bei den derzeitigen Gegebenheiten kollidierten oftmals Abläufe. Gespräche zwischen Eltern und Kindergartenleitung könnten kaum unter vier Augen stattfinden, es mangele an einer abschließbaren Garderobe für die Mitarbeiter, zudem fehle ein Förder- und Bewegungsraum. Laut erster Kostenschätzung würde eine kleine Lösung (57 Quadratmeter zusätzlich) annähernd 170 000 Euro kosten, eine große Lösung (91 Quadratmeter) läge bei circa 257 000 Euro. Noch liegt kein Antrag vor.

Kurz angeschnitten wurde allerdings, dass es mit Blick auf eventuelle Fördertöpfe keine Leuchtturmprojekte mehr gebe und künftig durch die Aktiv-Region nur noch 55 statt 80 Prozent der Nettokosten gefördert werden.

Dass die Gemeinde lieber in den kirchlichen Kindergarten statt in Parkplätze beim Feuerwehrgerätehaus investieren solle, meinte Gemeinderats-Mitglied Heinke Arff. Bruno Schildhauer, Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses, hatte zuvor die Planungen inklusive Kostenschätzung in Höhe von 70 000 Euro abzüglich einer Förderung von circa 16 000 Euro aus der Aktiv-Region vorgestellt. Geplant sind 13 Parkplätze – in zweiter Reihe für die Mitarbeiter des kommunalen Kindergartens, der gleich nebenan liegt – sowie 15 Parkplätze für öffentliche Belange. Die derzeitige Situation sei eine Kompromisslösung, die ohnehin die Sicherheitsanforderungen der Feuerwehr nicht erfülle, machte Ernst-Georg Nommsen deutlich. Durch den Bau weiterer Parkplätze würde auch eine neue Zufahrt, beziehungsweise Ausfahrt für Feuerwehreinsätze entstehen. Zur Zeit seien diese kombiniert und „garantiert verboten“, meinte der Bürgermeister.





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