Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost : Eine gut vernetzte Gemeinschaft

Ole Singelmann in der 350 Quadratmeter großen Halle, durch die später jeder Kunde zum Kassenbereich fährt. Hier stehen hochwertige Hölzer für Zäune und Terrassen zur Abholung bereit.
Ole Singelmann in der 350 Quadratmeter großen Halle, durch die später jeder Kunde zum Kassenbereich fährt. Hier stehen hochwertige Hölzer für Zäune und Terrassen zur Abholung bereit.

Die Jahreshauptversammlung der Husumer Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost fand dieses Mal bei den Stadtwerken statt.

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01. März 2018, 09:00 Uhr

Es ist schon Tradition bei den Jahreshauptversammlungen der Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost (IGO), dass eine Betriebsbesichtigung oder zumindest eine Firmen-Vorstellung dem administrativen Teil vorgeschaltet ist. Dieses Mal trafen sich die Mitglieder in den Räumen der Stadtwerke – zur Feier der „Volljährigkeit“ der Marketing-Partnerschaft, wie sich IGO-Vorsitzender Ole Singelmann ausdrückte. Die hatte in den vergangenen 18 Jahren stolze 200 000 Euro an finanzieller Unterstützung in die Kassen der Interessengemeinschaft gespült, wofür sich Singelmann ausdrücklich bedankte: „Nicht-regionale Stromanbieter hätten das wohl kaum gemacht.“ So wies Stadtwerke-Geschäftsführer Benn Olaf Kretschmann bei der Präsentation seines Unternehmens und dessen Schwerpunkten wie Energie- und Wasserversorgung oder Elektromobilität auch besonders darauf hin, dass von jedem eingenommenen Euro 57 Cent vor Ort blieben.

192 Mitglieder habe die IGO mittlerweile, konnte Singelmann vermelden, ein Plus von rund zehn gegenüber dem Vorjahr. „Wir freuen uns auf das 200. Mitglied – vielleicht ist es schon dieses Jahr so weit.“ Und eigentlich habe er ja angekündigt, dann seinen Posten aufzugeben. „Aber wir werden sehen.“

Von diesen 192 waren – wohl witterungsbedingt, denn am Nachmittag hatte starker Schneefall eingesetzt – nur rund 30 zur Versammlung erschienen. „Und der Wirtschaftsbeauftragte der Stadt, Michael Schirduan, hat ebenfalls kurzfristig abgesagt: Er ist eingeschneit“, musste Singelmann bekannt geben. Dass es diesen Beauftragten gebe, sei aber ein großer Vorteil: „Früher war es immer schwierig, denjenigen im Rathaus ausfindig zu machen, der für das jeweilige Problem zuständig war – und man kann sich ja nicht immer gleich zum Bürgermeister durchstellen lassen.“

Die IGO sei im abgelaufenen Jahr „überall mit dabei gewesen, bei allen wichtigen Themen“, wie sich Singelmann ausdrückte, und zählte unter anderem die Windmesse, Tourismus-Fragen und den B 5-Ausbau auf. Unter Verweis auf eine Veranstaltung zum Thema B 5 mit Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) am 14. März gab er der Hoffnung Ausdruck, „dass wir da zu Lebzeiten auch noch mal drauf fahren können“.

Besonders wichtig für die IGO sei die Anbindung des Gewerbegebiets an das schnelle Internet durch die Bürger-Breitband-Netzgesellschaft (BBNG). „Das Glasfasernetz ist jetzt weitgehend fertig, im Frühjahr werden die letzten Anschlüsse gelegt.“ Es gebe nur eine Straße im Gebiet, in der es keine Teilnehmer gebe – „und da haben wir heute die erste Anfrage erhalten.“ Insgesamt sei er stolz darauf, dass das Gewerbegebiet so gut versorgt sei.

Das IGO-Magazin, von dem im März die 26. Ausgabe erscheinen werde, sei eine ebensolche Erfolgs-Story wie die Husum Card, bei der es mittlerweile 20 Ausgabe- und 80 Akzeptanz-Stellen im Stadtgebiet gebe. „Und Anfragen zur Beteiligung aus den umliegenden Gemeinden haben wir auch schon.“ Die Ausgabesumme der Husum Card habe mittlerweile die Millionen-Euro-Grenze überschritten.

Nach einer kurzen Vorstellung des neuen Geschäftsstellenleiters der Industrie- und Handelskammer in Nordfriesland, Michael Lohmann, konnte Kassenwartin Dorothee Dirichs-Raudzus den Kassenbericht des finanziell gesunden Vereins vorlegen. Die Vorstandsmitglieder Thomas Holst, Björn Knudsen, Ingo Jacobsen und Hans Straßer wurden en bloc in ihren Ämtern bestätigt. Für die ausgeschiedene Petra Blume wurde Regina Wietzke von der Rewiet-Unternehmensberatungs GmbH neu in das Gremium gewählt.

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