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Nordfriesischer Verein : Eine Gemeinschaft verschafft sich Gehör

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Jugendliche sollen an die Sprache und Kultur der Friesen herangeführt werden: Nordfriesischer Verein freut sich über 80 neue Mitglieder.

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2015 | 16:30 Uhr

Die Tanz- und Trachtengruppen Bredstedt und Stapelholm haben sich dem Nordfriesischen Verein als neue Mitglieder angeschlossen. Diese Neuigkeit konnte Gudrun Fuchs, Vorsitzende des Nordfriesischen Vereins, konnte bei der Jahresversammlung des Vereins im Hotel Alt-Dagebüll verkünden. Mit diesem Zuwachs hat der Verein nach der von allen bedauerten Auflösung des Friesenvereins Bredstedt nicht nur rund 80 neue, sondern vor allem junge Mitglieder gewonnen. Beide Gruppen haben sich bereits aktiv in die Vereinsarbeit eingebracht.

In der Versammlung konnte die Vorsitzende auch zwei neue Vorsitzende angeschlossener Vereine begrüßen. Der Landtagsabgeordnete Klaus Jensen hat die Führung des Friesenvereins Pellworm übernommen. Dem Friesenverein Niebüll-Deezbüll, friesisch „Frasche Feriin for Naibel-Deesbel än trinambai“, steht nun Oberstudienrat i. R. Albert Panten vor, der das Amt von Carsten Bernhard Carstensen übernommen hat. Dieser bleibt dem Verein als stellvertretender Vorsitzender erhalten.

Gudrun Fuchs eröffnete die Versammlung mit dem Hinweis, dass sie das Jahr 2015 unter das Thema „Netzwerke“ gestellt hat. Die Aufgaben, die sich der Nordfriesische Verein mit 5000 Mitgliedern in 26 Vereinen und Gruppen gesetzt hat, lassen sich nur in engem Verbund mit den anderen Minderheiten wie auch den politischen Gremien auf Bundes-, Landes- und Kreisebene lösen. Sie konnte in diesem Zusammenhang auch berichten, dass die beiden letzten Sitzungen der Minderheitengremien in Berlin und Kiel positive Signale in Richtung Förderung der Minderheiten gesendet hatten, nicht zuletzt was die finanzielle Unterstützung ihrer Kulturarbeit betrifft.

Nach Grußworten der Delegierten der angeschlossenen Vereine, von denen einige in ihren schönen Trachten erschienen waren, stellte Oberstudiendirektor i. R. Wolfgang Raloff das vom Niebüller Geschichtsverein herausgegebene Buch „Niebüll im Zeitalter des Nationalsozialismus“ vor.

Der Geschäftsführer des Nordfriesischen Vereins, Wolf-Rüdiger Konitzki, trug dann den Haushaltsplan 2015 und die Jahresrechnung 2014 vor. Mit einem Etat von 120  000 Euro kann der Verein seine Aufgaben und Projekte uneingeschränkt erfüllen.

Abschließend stellte Konitzki die Projekte für das kommende Jahr vor. Im Mittelpunkt steht ein „Friesentag“ am 30. Mai in der Koogshalle in den Reußenkögen. Zwölf Trachtengruppen und fünf Chöre des Nordfriesischen Sängerbundes werden dort ihr Können demonstrieren.

Mit sieben Jugendfreizeiten wird die erfolgreiche friesische Jugendarbeit des Vereins auch im kommenden Jahr wieder Kinder und Jugendliche an Sprache und Kultur der Friesen heranführen.

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