zur Navigation springen

Fahndungs-Erfolg : Einbruchsserie vor der Aufklärung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Husumer Kripo durchsucht eine Obdachlosen-Unterkunft – und stellt Gegenstände sicher, die aus den heimgesuchten Feriendomizilen stammen könnten. Verdächtig ist ein 28-jähriger St. Peteraner.

von
erstellt am 05.Apr.2016 | 09:00 Uhr

Täuscht nur der Eindruck oder ist die Zahl der Einbrüche in Nordfriesland tatsächlich ein bisschen zurückgegangen? Sven Knies schüttelt den Kopf: „Nein“, sagt der Chef der Kriminalpolizeistelle Husum nach kurzem Überlegen, „das kann ich so nicht bestätigen.“ Allerdings hätten sich die Einbrecher zuletzt im Wesentlichen auf Ferienhäuser und -wohnungen verlegt. Allein von November bis zum Februar hat es im Raum St. Peter-Ording zwei Dutzend Einbrüche in Feriendomizile gegeben. Doch jetzt gelang den Beamten der Kriminalpolizeistelle Husum und der Polizeistation St.-Peter-Ording womöglich ein Durchbruch: In St. Peter stellten sie Gegenstände sicher, die aus diesen Einbrüchen stammen oder zumindest stammen könnten. Gefunden wurden sie in einer Unterkunft für Obdachlose.

Die Einbruchsserie, die nach St. Peter-Ording zuletzt weitere Orte auf Eiderstedt sowie den Husumer Ortsteil Schobüll erreichte, hielt die Kripo ganz schön in Atem. Bei den 25 Einbrüchen allein in St. Peter-Ording wurden laut Knies vor allem Flachbildfernseher entwendet. Hinweise aus der Bevölkerung brachten die Ordnungshüter schließlich auf die Spur eines 28-jährigen St. Peteraners. Er steht im Verdacht, die Einbrüche begangen zu haben oder zumindest daran beteiligt gewesen zu sein. Die Hinweise reichten für einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss, in dessen Folge rund 40 Gegenstände sichergestellt wurden. „Neben mehreren Fernsehern haben wir einen Beamer, ein Mikroskop sowie weitere Unterhaltungselektronik gefunden“, sagt Knies. Die konnten drei Einbrüchen zugeordnet werden, die zwischen Dezember 2015 und Januar 2016 in St. Peter-Ording verübt wurden.“ Stehlgut aus einem Ferienhaus in Oldenswort, das bereits im Oktober 2014 von Einbrechern heimgesucht worden war, führte zur Aufklärung einer weiteren Tat. Ferner wurden Gegenstände aus einem Einbruch in eine Schule entdeckt. Diese Tat wurde bereits im Mai 2015 verübt. Ein gestohlenes Kfz-Kennzeichen vom Oktober 2014 rundet die polizeilichen Funde ab.

Der Beschuldigte, der bislang nicht wegen Eigentumsdelikten auffällig geworden ist, macht zur Sache keine Angaben. Einschlägig bekannt sei der Mann nicht, sagt Sven Knies auf Nachfrage, „wohl aber bekannt – unter anderem wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Körperverletzung.“ Jetzt erwartet den Mann ein Strafverfahren wegen Wohnungseinbruchdiebstahl in mehreren Fällen.

Es gibt aber noch weitere Gegenstände, die bisher keiner Tat zugeordnet werden konnten, „infolge markanter Beschädigungen jedoch aus Einbruchsdiebstählen stammen könnten“, sagt Knies. Und obgleich es seit der Durchsuchung keine weiteren Einbrüche gegeben hat, sieht der Kripo-Chef keinen Grund zur Entwarnung. Sämtliche Zeugen hätten von mehreren Tätern berichtet. Demnach könnten die Komplizen des mutmaßlichen Täters noch auf freiem Fuß und aktiv sein.

 

 
>Um auch ihrer habhaft zu werden, bittet die Kripo um weitere Hinweise aus der Bevölkerung. Wer vermisst einen 32-Zoll-Flachbildfernseher Samsung mit Glasfuß-Lautsprecherbox für PC, Harman-Kardon aus Plexiglas; Lautsprecherboxen, Magnat, Buche hell, Front: grau; eine Sondermünzgeschenkbox, Papst Johannes Paul II., für 15,90 Euro, leer; ein Arzt-Etui mit Medikamenten-Ampullen, Leder braun mit Reißverschluss; eine Akkuschere, Gardena, Comfort Cut; ein Mischpult, Numark M4-Sky-Karte, und einen Werkzeugkoffer, Dowidat? Hinweise erbeten unter Telefon 04841/8300.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen