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Herrendeichschule Nordstrand : Ein Wiedersehen ist schon in Planung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Jugendliche der Herrendeichschule Nordstrand besuchten eine Schule im polnischen Hajnowka. Schon bald soll es einen Gegenbesuch geben. Der Antrag liegt bereits beim Kultusministerium.

Sie bekommen noch immer leuchtende Augen, wenn sie über ihre Fahrt nach Polen berichten – und das Wiedersehen wird auch schon geplant. Gerade ist ein Antrag von Nordstrand an das Kultusministerium nach Kiel gegangen: Mit dem Wunsch, Schüler aus dem polnischen Hajnowka aufnehmen und somit den Gegenbesuch zum jüngsten Austausch organisieren zu können.

Lucie, Tokessa, Swantje, Marie, Rieke, Barne und ihre Betreuer Manfred Gregersen und Johannes Schlüter schwärmen von den vielen Eindrücken, die sie kürzlich in unmittelbarer Nähe zur weißrussischen Grenze aufnehmen konnten. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem Amt Nordsee-Treene und dem Powiat Hajnowka fand der Austausch zwischen der Herrendeichschule auf Nordstrand und der Schule der weißrussischen Sprache statt.

Nach einer ausführlichen Vorbereitung begann das Abenteuer mit einer 16-stündigen Anreise. Untergebracht waren die deutschen Gäste in polnischen Gastfamilien. Zusammen mit ihren polnischen Mitstreitern vergingen fünf Tage wie im Fluge. Interessant waren vor allem die Unterrichtsbesuche, insbesondere die Deutsch- und Englischstunden. Sie wurden von den dortigen Lehrkräften bilingual in Kleingruppen gestaltet.

Weitere Höhepunkte waren Besuche in orthodoxen Kirchen, den Heimatmuseen und dem weltberühmten Bialowieza-Urwald mit den urwüchsigen Wisenten. Eine Fahrradtour auf eine Straußenfarm mit anschließendem Lagerfeuer war ein zusätzlicher Höhepunkt. Doch auch der Sport kam nicht zu kurz: Ein Besuch im neu erbauten Schwimmbad und Volleyballspiele förderten neue Freundschaften.

An einem der Grillabende überbrachten Landrat Miroslaw Romaniuk und der Direktor der Gastschule, Eugen Saczko, neben den Gasteltern in launigen Worten die besten Grüße. Sie stellten heraus, wie sehr ihnen der Schüleraustausch am Herzen liegt. Rieke bedankte sich im Namen der Nordstrander und in perfektem Englisch für die Gastfreundschaft und erhielt großen Applaus. Was nicht fehlen durfte, war der Besuch der Grenzstation zwischen Polen und Weißrussland. Nur mit Genehmigungen wurde es möglich, einen der äußersten Orte der Europäischen Union mit dem Bus anzufahren.

Der letzte Abend bot ein Integrationsspiel und eine Disko. Schließlich tauschten die jungen Leute Erinnerungsfotos aus. Nach einer 14-stündigen Rückfahrt landeten schließlich wieder alle glücklich in der norddeutschen Heimat. „Insbesondere die Gastfreundschaft aller polnischen Jugendlichen und Erwachsenen wird uns unvergessen bleiben“, fasste Johannes Schlüter seine Eindrücke am Ende der Reise zusammen. „Wir hoffen nun sehr auf einen Gegenbesuch und die langfristige Fortsetzung dieses besonderen Schüleraustausches.“

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