Glochenturm-Taufe : Ein Werk für 222 Jahre

Bürgermeisterin Petra Bülow taufte den renovierten Glockenturm von Hollingstedt.  Foto: vos
Bürgermeisterin Petra Bülow taufte den renovierten Glockenturm von Hollingstedt. Foto: vos

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12. Oktober 2008, 07:11 Uhr

Hollingstedt | Die Taufe des restaurierten Glockenturmes mit seinen drei Glocken wurde würdig gefeiert. Bürger sowie Vertreter von Kirchengemeinde, Gemeinde und Amt waren gekommen.

Die neue Turmspitze wird wieder schräg sein: 35 Zentimeter weicht ihre Spitze vom Lot ab, und über die Jahrzehnte wird die Neigung durch Wind und Wetter wohl zunehmen. So bleibt der "Schiefe Turm von Hollingstedt" doch der Alte und damit das Wahrzeichen der Gemeinde. Die Spitze soll wieder mindestens 222 Jahre halten. Der Fuß besteht aus Lärchenholz. Für die Wetterfahne wurde V4-A-Stahl verwendet, und die Kugel wurde aus Kupfer nach alter Handwerkstechnik erstellt. Die Federführung hatte die Handwerksfirma "ME-KU Zerspanungswerk" in Dörpstedt. Für die Nachwelt wurde in die Kugel eine Namensliste des Kirchenvorstands, der Mitarbeiter und der Geist lichen, der Jahresbericht 2007 der Kirchengemeinde, ein Bronzeengel und eine Euromünze gelegt. Für das Fest wurde der Kirchen-Innenraum geweißt und das Gemeindehaus von außen gestrichen.
"Gib uns Nachricht bei Freud und Leid."
Die Feier begann mit einem Gottesdienst mit Vikar Christian Brandes und den Kindergartenkindern. Die Taufe des Glockenturms übernahm Hollingstedts Bürgermeisterin Petra Bülow mit Wasser aus der Treene und mit dem Spruch: "Ich taufe Dich Du alter Glockenturm im neuen Gewand und mit neuer Turmspitze. Mögest Du in 222 Jahren immer noch an diesem Platz stehen, halte Wind und Wetter stand. Läute uns den Sonntag ein, rufe uns zum Gottesdienst, gib uns Nachricht bei Freud und Leid."
Treenebläser und Kirchen-Rallye
Pastor Dr. Lars Emersleben war hocherfreut, dass der Glockenturm in seinem neuen Kleid strahlt. Der stellvertretende Amtsvorsteher des Amtes Arensharde, Helmut Ketelsen, erinnerte daran, dass "Een beten schef he Gott lev" auch als Liebeserklärung gedeutet werden kann. Dem Essen folgten die Darbietungen des Kinderchores und der Jagdbläsergruppe "Treenebläser". Der Nicolaichor der Kirchengemeinde wurde von einem Instrumental ensemble begleitet. Eine Kirchen-Rallye fand großen Anklang. Es waren Fragen rund um die Kirche zu beantworten. Die Gewinner, Wiebke Gramlow, Christiane Boegel und Anne-Marie Carstensen, erhielten Vogelhäuser.

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